Ein wirklich langer und wirklich undifferenzierter Beitrag über Dragon Age: Inquisition

daiteaser34234Nun.
Nach zwei Einleitungen und etwa fünf gelöschten Beiträgen, möchte ich euch endlich erzählen, was ich an „Dragon Age: Inquisition“ so toll finde und was nicht. Auf beiden Seiten gibt es einiges, deswegen habe ich es schon in Erwägung gezogen, verschiedene Beiträge zu verschiedenen Themen zu verfassen, was vermutlich total schlau und total geordnet wäre und viel sinnvoller als 30 A4-Seiten Fließtext in Arial, Schriftgröße 10. Stattdessen wird es jetzt halt ein wirklich langer, wirklich undifferenzierter und wahnsinnig subjektiver Beitrag über mein Lieblingsspiel 2014*. Frei Schnauze. So here goes nothing:

\\   GESCHENKT   GEKAUFT   GESPIELT   //

Ich habe einen Tag vor Release die Xbox 360-Version von einem lieben Freund geschenkt gekriegt. Über die sozialen Medien und Mund zu Mund-Propaganda, an der mein ständig von mir genervter Mitbewohner und Lieblingsmenschenmann mitschuldig ist, hat sich schnell herumgesprochen, dass ich doch ein gewisses Interesse am neuen Dragon Age-Titel habe.
So wurde mir die Xbox 360 Version überliefert, mit der ich erst mal einen Ärger hatte, weil darauf keine englische Tonspur vorhanden war und ich keine fünf Minuten mit der deutschen Fassung ausgehalten habe („die Bresche“, „Vorwärts Camp“). Am tatsächlichen Release-Tag gab es dann die englische Tonspur als Gratis-Download im Xbox-Shop und dann konnte es endlich richtig losgehen.

Mein erster Eindruck war mehr als gut. Da ich gerade kürzlich nochmal [ aus Gründen ] in Dragon Age II hineingespielt hatte, war ich vom Aussehen überwältigt. Das Spiel sah richtig gut aus, detailliert, lebhaft und naja, die Texturen bauten sich sehr langsam auf. Aber mit viel Geduld sah das Spiel echt okay aus. Es gefiel mir. Das Spiel gefiel mir wirklich. Dragon Age: Inquisition sieht aus wie Dragon’s Dogma, wenn man die Sättigung 50% hochkurbelt und es spielt sich wie eine Mischung aus Fable II und – nun irgendwie allen anderen Xbox-Spielen, die ich die letzten Jahre über gespielt habe. Kann das sein? Was ich sagen will ist; die Steuerung ist simpel und erklärt sich fast von selbst, selbst der Taktische Modus fühlt sich angenehmer und flüssiger an, als in meinem Lieblingsspiel Dragon Age: Origins.
Doch, es ist ein supertolles und echt schönes Spiel.

Die durchschnittliche grafische Qualität einer Cutscene aus einem „supertollen und echt schönen Spiels“ auf der Xbox 360

Als im Internet die ersten Bilder von Inquisitoren auftauchten, mit coolen Narben im Gesicht und Sommersprossen, kam ich ins Grübeln. Warum habe ich keine Sommersprossen? Wo sind meine Narben? Die Antwort ist: Diese Option fehlt komplett im Charakter-Editor der Xbox 360-Version. Ich grübelte weiter. Ich kann mir ja die Next-Gen(also eigentlich Current-Gen, da die Konsolen schon etwa ein Jahr alt sind)-Version mal ganz unverbindlich bei Saturn ansehen, oder?

Als ich eines Mittwoch-Abends also mit meiner besten Freundin [ Jule ] verabredet war, machte ich vor dem Essen einen kurzen Schlenker zu Saturn an der Mönckebergstraße. Dort gab es diverse Xbox Ones zum Anspielen, aber keine PS4. Ich blickte wohl ziemlich verdutzt aus der Wäsche, denn ein Verkäufer sprach mich prompt an. Ich erkundigte mich bei ihm, wie es kommt, dass derzeit keine PS4 ausgestellt ist, da ich mir gerne Dragon Age angesehen hätte. Er ließ mich wortlos stehen und ich war verwirrter als vorher. „Okay, rude.“, sagte ich mehr zu mir selbst und tat so, als würde ich mich für das neue FIFA interessieren, damit es nicht so wirkte, als wäre ich gerade stehen gelassen worden, was ich worden war.

Eine halbe Minute später guckte der Verkäufer plötzlich aus einer Wand heraus. Die Wand war eine Tür und dahinter war ein kleiner Raum. Er gestikulierte, dass ich zu ihm gehen soll. Im Raum standen vier PS4-Display-Konsolen und eine war an und darauf lief Dragon Age Inquisition. „Wir dürfen die Spiele nicht öffentlich zeigen, da sie alle ab 16 oder 18 sind.“, erklärte er. Ich nahm das PS4-Pad in die Hand (mein erstes Mal übrigens) und fand mich sofort damit zurecht. „Wollen Sie einen Charakter erstellen?“, fragt der freundliche Mitarbeiter.
„Generell ja, aber ihr macht schon um 20:00 Uhr zu.“ Ich startete Punkt 16:04 Uhr das laufende Spiel und wurde direkt nach Haven geworfen – und ich erkannte es erst gar nicht. Da waren Bäume und Umgebung und so viele Details, die Luft lebte, es… Es sah absolut umwerfend aus und der Unterschied zur Xbox 360-Version war gigantisch! Ich erzählte ihm das und erkundigte mich nach den Narben. Er meinte, er weiß es nicht, da er es nicht spielt. Sein Mitbewohner spielt seit dem Release jedoch nur noch Dragon Age. Also schaute ich mir den Creator doch an und in dem Moment war mir klar:
Ich möchte keine PS4 – ich brauche eine PS4!

Ich nahm mir die Zeit, mich im Internet über aktuelle Preise zu informieren und fragte Verwandte und Bekannte. Mein Mitbewohner empfahl mir, die weiße Konsole für 399 EUR bei Media Markt zu holen, bei der es einen zweiten weißen Controller geschenkt gab. Da ich mich für kein Spiel, das es zur Konsole dazu gab, interessierte und diese über Amazon Trade-In auch nur 5-10 EUR das Stück abwarfen, hielt ich das für eine gute Idee. Mein Mannfreund verkaufte das Pad dann auch für 50 EUR, damit hatte ich den Preis des Spiels fast wieder reingeholt. Ja, ich brauche diese kleinen Halbwahrheiten, um mein Leben vor mir selbst zu rechtfertigen.

Am Freitag fuhr ich nach der Arbeit also zu Media Markt meines Vertrauens und holte eine PS4 mit einem zusätzlichen Controller und Dragon Age: Inquisition. Das Aufsetzen der Konsole ging [ nach kleineren Umbauarbeiten an meiner Zockerecke aufgrund zu kurzer Kabel (WTF, Sony?!) ] relativ schnell und schon ging es an das Erstellen meines ersten Next(also Current)Gen-Charakters…

\\  AUSSEHEN  AUSRÜSTEN  KÄMPFEN   //

Mir gefällt der Übergang vom Hauptmenü (das eigentlich schon zur Story gehört) zum Charaktereditor. Ich habe bisher in keinem Bericht über Dragon Age: Inquisition davon gelesen, deswegen möchte ich dieses kleine Detail an dieser Stelle gerne lobend erwähnen.

Auf der Xbox 360 war meine Inquisitorin menschlich nobler Abstammung (Human Noble), wurde auf den Namen Faye (Trevelyan) getauft  und mit meinem Default-Weltenstand (also Biowares Canon) verknüpft.

Bei meinem Next Gen-Neustart rekonstruierte ich als Erstes Faye, um das Spiel durchzuspielen, mit einer kleinen Änderung am Weltenstatus (dazu später mehr (1)).

Gleichzeitig startete ich aber auch noch eine Dalish Magierin mit dem zungenbrecherischen Namen Delilah Lavellan. Sie spielte ich für ungefähr 20 Stunden, dann beging sie Selbstmord. Dazu ebenfalls später mehr (2).

Der Charakter-Editor ist toll. Ich war positiv überrascht! Nein, wirklich, er ist optisch so viel besser als DA:II und man kann schöne (und wenn man lieber mag; hässliche) Frauen, Männer, Dalish, Zwergen, Zwerginnen und vor allem Qunaris erstellen. Und es gibt Narben. Und Sommersprossen. Was ich, wie schon geschrieben, über das Alistair-Fan-Forum herausfand, denn in der Xbox 360-Version gibt es beides nicht. I kid you not. Das gesamte Narben-Menü fehlt einfach. Das war einer der vielen Gründe (keiner hat nichts mit Dragon Age zu tun), warum die PS4 gekauft habe. Die Zahl an Frisuren ist mir aber zu begrenzt, hier würde ich mir doch mehr Auswahl wünschen (wie in Dragon’s Dogma – 40 Frisuren! 40! Und sie waren alle wunderschön!) und die Möglichkeit, Frisuren und Make-Up im Spiel zu ändern (wie in Fable II und Dragon‘s Dogma).

Aleia Cousland aus dem Dragon Age-Origins Charakter Creator

Tetra Trevelyan aus meinem jüngsten Playthrough mit meinem eigenen Canon-Keep als Grundlage

Auch kommen die Spielcharaktere mit Standard-Figuren. Die Dalish sind sehr schlank und fragil, mit klitzekleinen Beinchen und Ärmchen, Zwerge sind nicht sehr hoch und robust und Menschen halt recht schlank aber irgendwie okay. Und Qunaris sind majestätisch und awesome. Einfach nur awesome. Ich weiß, ich erwähne Dragon’s Dogma häufig, es ist eins meiner Lieblingsspiele und es hat halt all diese Sachen genau richtig gemacht (dafür waren Steuerung und Menüführung ein 3-4 Stunden Investment). Ich hätte – gerade in Dragon Age – gerne die Möglichkeit gehabt, die Figur ebenfalls selbst zu bestimmen. Ich hätte gern eine wuchtige, große, tolle Qunari-Dame gebaut, mit Muskeln bepackt und Armen wie Baumstämmen. Ich hätte mir gerne eine zierliche Zwergin gebaut. Klein, schlank aber mit genügend Muckis einen Zweihänder zu schwingen. Und ich hätte mir gerne eine adlige menschliche Inquisitorin gebastelt, mit den wenigen Pfunden zu viel auf der Hüfte, die sie im Kampf mit Schwert und Schild zur gefährlichen Todesmaschine machen. Und am Ende hätte ich mir natürlich meinen ranken und schlanken Dalish-Rogue gebaut, der alle anderen um einen Kopf überragt, lange Haare hat und sowohl mit Dolchen als auch Pfeilbogen bestens zu Recht kommt.

Ach ja, auch hier, eine Einschränkung, die mir sauer aufstieß beim ersten Anlauf: Ich kann nur noch ein Waffenset ausrüsten und im Kampf nutzen. In Dragon Age: Origins nutzte ich den Bogen, um aus der Ferne schon möglichst viel Schaden anzurichten, in den Deep Roads jedoch war der schnelle Wechsel zu den Dolchen absolut notwendig und Willkommen. Genügend Fertigkeits-Punkte gab es dazu in Origins problemlos und in Inquisition fühlt es sich oft an, als hätte ich derer sogar zu viele und eigne mir Fähigkeiten und Moves an, die ich im Kampf niemals brauche oder einsetze. Warum es diese Möglichkeit nicht in die Inquisition geschafft hat, weiß ich nicht und ich finde es sehr schade, denn Looten und Leveln mache ich ja nur gerne, wenn es sich Rüstungs- und Waffentechnisch auch auszahlt.
Wobei auch das Upgrade-System für Waffen und Rüstungen ist von der Idee her nicht schlecht in Dragon Age: Inquisition, es ist aber auch nicht gut. Man kann sich Rüstungs- und Waffendesigns kaufen und erlooten, wie gut diese werden, hängt aber vom im Inventar vorhandenen Bastelmaterial ab. Waffen und Rüstungen kann man nicht nur von 0 an erstellen, sondern ihnen auch Namen geben. Seither gehört das Benennen von Waffen und Kleidungsstücken zu meinen Lieblingshobbies. Waffen mit epischen Bezeichnungen wie „Stormthruster“ „Makermeeter“ „Nugkiller“ oder schlichtweg frei nach Die Antwoord; „Ugly Bow“ machen einfach mehr Spaß und durch Rüstungsnamen kann man die Charaktereigenschaften der Partymitglieder hervorheben; für Dorian „The Explorian“ (OHNE PLAIDEWEAVE) oder „Borrowed Coat“ und „Found a Stick“ um Solas Rumstreicher-hafte Art zu untermalen. Viele Waffen und Rüstungen (egal ob gebastelt oder gefunden) bieten zusätzlich Slots für Verbesserungen. Dazu zählen nicht nur Runen, sondern auch Beine, Füße, Arme oder Schultern, die man individuell konstruieren, verbessern und draufpappen kann. Dass die verschiedenen Baumaterialien (Stoffe, Steine etc.) auch das Produkt anders aussehen lassen, finde ich toll und ist fast so gut wie die Möglichkeit, Kleidung einzufärben (wie in Fable II). Außer Plaideweave, Plaideweave ist ein optisches Verbrechen und sieht so fürchterlich aus, dass ich nur Solas ohne schlechtes Gewissen damit ausstatten kann. Mein Lieblingsstoff ist Silk Brocade, weil es Fayes rötliche Haarfarbe perfekt unterstreicht. Und es ist shiny.

Klickt auf das Bild um zu Text und Aufzählung der verschiedenen Dragon Age: Inquisition Stoffen zu gelangen.

Richtig schade übrigens ist, dass man in Haven in den Cutscenes und in Skyhold generell nur einen Pijama trägt.

Wenn es schon die Möglichkeit gibt, sich Rüstung und Kleidung selber zu erstellen, warum dann nicht auch verschiedene Kleidungsstücke für Skyhold? Das stört mich tatsächlich sehr, da man (ich) sehr, sehr viel Zeit in Skyhold verbringt. Ein anderer Dorn im Auge ist der formelle Anzug, den ich ja so schnell wie möglich wieder los wurde, in Halamshiral. Alle dürfen wunderschöne Kleider tragen, nur die Inquisition tritt im roten Einheitslook auf. Nun, ich bin die Letzte, die etwas über Rotröcke sagt (Semper Fi!) und ich verstehe auch, dass es sich bei der Inquisition um eine Militärmacht handelt, aber die Uniformen sehen teilweise (z.B. an Leliana) wirklich schlimm aus und ich bin mir sicher, Josie hätte auch gern ein hübscheres Kleid getragen. Außerdem hätte ich unter meinem Ballkleid ja meine Kampfausstattung tragen können, das hätte auch viel mehr Sinn gemacht, als die zu enge rote Uniform.

Bei den Waffen gibt es nicht ganz so viel Vielfalt. Sie sehen halt aus wie Waffen. Ich liebe den Stil, weil ich viele „Bauarten“ aus World of Thedas Vol. 1 wiedererkannt habe, was ich toll finde. Aber es gibt ziemlich viele hässliche Pfeilbogen. Als genereller Bogenmensch in westlichen Rollenspielen (und ich hab außer einer Magierin nur Rogues gespielt) freue ich mich aber darüber, dass sich die Pfeile in meinem Köcher auf magische Art vervielfachen. Das Level-Up-System bietet auch die Möglichkeit, diese mit Gift oder Feuer auszustatten und ich mag Gift und Feuer. Ich bin einerseits dankbar, dass ich mir Pfeile nicht einzeln kaufen muss, wie in Skyrim oder Dragon’s Dogma, aber irgendwie macht es das Kämpfen auch ein bisschen… zu einfach. Man hat nicht mehr den Thrill, sich die letzten 10 richtig guten Pfeile für den Levelendboss aufzusparen (was in Inquisition sowieso ein spektakulärer Schuss nach hinten wäre, sobald sich alle fünf Meter nur noch Bären und Riesen spawnen). Die Zauberstäbe sind sehr, sehr verschieden und oft sehr, sehr cool. Ich mag ja den Einen, an dem kleine Pferdchen, Kühe oder Schafe aus Stein oder Elfenbein befestigt sind. Einfach nur so. Zaubern macht Spaß, ist die einfachste Fähigkeit und episch. Genug gesagt.


Da ich innerhalb meiner Party während eines Kampfes auch gerne mal eine andere Person steuere, kann ich euch versichern, dass wirklich alle Kampftypen und -arten Spaß machen. Angefangen hatte ich mein erstes Playthrough als Dual Wielding-Rogue, stellte dann aber schnell fest, dass ich im Kampf am liebsten Varric und Sera nutzte, deswegen wurde mein nächster Inquisitor Bogenschütze und damit fühl ich mich seither auch am allerwohlsten. Aber es macht halt auch echt Spaß Gegner mit Eisattacken in tausend Teile zu zersplittern oder mit Feuerbällen in Kohle und ein Häufchen Asche zu verwandeln. Zweihandkrieger haben aber einen der tollsten Moves überhaupt und können mit einer riesigen Stahlkette Gegner an sich ran ziehen, um ihnen eine reinzuhauen. Hat auch was für sich. Wie gesagt, es ist egal, ich habe keinen Tipp oder Ratschlag, was Rasse oder Klasse angeht (nicht so wie in Fantasy Life, worüber ich euch stundenlang erklären könnte, warum ihr alle Berufe erlernen und leveln solltet). Sucht euch das aus, was Spaß macht und nehmt für das nächste Playthrough etwas Anderes, denn beide Aspekte haben Auswirkungen auf die Story. Doch dazu später mehr (3).

Nur eine Sache noch – und das ist mir sehr wichtig – in Dragon Age: Inquisition kann man springen. Es gibt eine Sprungfunktion. Man kann hüpfen. Man kann Gegenstände ersteigen. Man kann kleinere Absätze überwinden. Man kann springen. Das ist groß. Das ist wirklich sehr, sehr groß. Weder der Held von Ferelden noch der Champion von Kirkwall konnten springen. Der Inquisitor kann. Wie der Master Chief.

\\  ERKUNDEN  LOOTEN  LEVELN  //

Vorweg: Ich bin Completionist. Das bedeutet, ich muss jeden unbekannten Punkt auf jeder Map ausfüllen, jede Quest erledigen und wie die Müllentsorgung jedes noch so kleinste Fitzelchen Loot in meinen Besitz bringen.

Dragon Age: Origins ist unter anderem deswegen mein liebstes Videospiel, weil das Erkunden jedes hintersten Winkels so dankbar ist. Gelernt habe ich das von Baldurs Gate und Baldurs Gate II, meinen Lieblingsspielen vor Dragon Age: Origins. Je mehr man entdeckt, desto mehr Leute lernt man kennen, desto mehr Quests kann man erfüllen, desto… leveln und looten. Das erste nicht-Story-abhängige Achievement in Skyrim war die Entdeckung aller Orte. Jeder Höhle und jedes Dorfes. Das hätte ich ohne Hilfe eines Treppensteigenden Pferdes niemals geschafft, [ R.I.P. Stairmaster 3000 ]. Ich liebe das Erkunden fremder Ortschaften und Welten. Und ich liebe Ortschaften und Welten, die etwas zu bieten haben. Das ist eigentlich der Hauptgrund, warum ich Videospiele mag. Ich hatte das Glück, mit MYST, Riven und Uru aufzuwachsen. Mit Bioshock, Silent Hill und Fallout. Auf Halo, auf der Normandy und in Hyrule. Mit Neverwinter Nights, Baldurs Gate und The Elder Scrolls. Und ich las als Kind tonnenweise High Fantasy-Literatur. All dies führte irgendwie dazu, dass ich mich 2009 in Dragon Age: Origins verliebte. Klar gibt es schönere (Xenoblade Chronicles) und aufregendere Landschaften (Dragons Dogma) zu erkunden, aber dieses größtenteils braungraue Spiel gefiel mir einfach. Nun, Dragon Age: Inquisition gefällt mir noch besser. Natürlich ist es grafisch viel fortgeschrittener als Dragon Age: Origins oder Fable II, aber es ist auch detaillierter und irgendwie liebevoller und NOCH dankbarer. Wirklich, jede erkundbare Ecke hält irgendeine Überraschung für einen bereit und ermutigt zum Erkunden, egal ob zu Fuß oder hoch zu Ross. Was ich an Skyrim mochte, die freie offene erkundbare und weitläufige Welt, mit vielen verschiedenen Höhlen, die man erkunden kann. Das alles habe ich auch in Dragon Age: Inquisition. Mit ein bisschen weniger Musik (wobei mir letztes Wochenende beim Spielen aufgefallen ist, dass dieser Umstand gepatcht worden sein könnte, da jetzt plötzlich viel mehr Musik beim Erkunden lief. Ich habe aber noch keine offizielle Bestätigung dessen gesehen). Was ich an Fable mochte, waren die Farben, die die ganze Welt so lebhaft und einfach schön anzuschauen machten (Kingdoms of Amalur hat es mit diesem Konzept meiner Ansicht nach etwas übertrieben) und Dragons Dogma mochte ich, weil die Farben und Umgebungen realistisch und – naja – mittelalterlich wirkten. Dragon Age Inquisition ist die perfekte Mischung aus den beiden. Oh und Xenoblade Chronicles brachte mir etwas Wichtiges bei, was sich in Dragons Dogma und Dragon Age: Inquisition sehr bewährt hat: Wenn ein Gegner zu stark ist, nimm die Beine in die Hand. Also nicht die des Gegners, nachdem du ihn zerstückelt hast, sondern deine eigenen. Lauf um dein Leben und rette das der gesamten Party. Simpel.

Es gibt so viele Haupt-, Mittelwichtige- und Side-Quests in Dragon Age: Inquisition und alle fühlen sich sehr klassisch an. Suche dies, Zerstöre das, bring mir XY, begleite dieses Viech oder vertreibe jenes. Trotzdem findet man so viele tolle Sachen oder wird so nett belohnt mit Inquisition Perks, Cutscenes, neuen Followern (Agenten) oder Loot, dass es sich sogar fast lohnt, zehn Minuten lang ein Druffalo nach Hause zu begleiten.

Meine Faszination mit virtuellen Landschaften habe ich ja schon zum Ausdruck gebracht. Trotzdem möchte ich auch hier Dragon Age: Inquisition noch mal hervorheben. Die Landschaften sind unglaublich und könnten verschiedener nicht sein. Was mich auf der Xbox 360 schon zum Staunen brachte, ließ meinen Unterkiefer auf der PS4 erst recht auf dem Boden landen. Die Details, das Leben – alles lebt um einen – es gibt Insekten, Staubpartikel, die Sonne bricht durch ein Tiffany-Fenster in hunderte von bunten Strahlen. Das Spiel ist fast zu schön um wahr zu sein und nie habe ich mir so sehr darüber gefreut, eine Wüste, ein regnerisches Sumpfgebiet oder eine schneebedeckte Landschaft aus roten Lyrium-Splittern zu besuchen. Ich habe mittlerweile jede Umgebung schon mindestens drei Mal komplett freigedeckt und entdecke trotzdem jedes Mal etwas Neues. Sei es eine Statue, eine versteckte Höhle, der heilige Gral aus Indiana Jones III oder einfach nur ein kleine Waldlichtung. Es gibt unendlich viele Dinge zu entdecken und es lohnt sich IMMER, sich die Zeit dafür zu nehmen, die gesamte Karte aufzudecken.

Das ist auch schon der nächste Punkt. Die Karten bzw. Landschaften bzw. Gegenden, die man in Dragon Age: Inquisition besuchen kann, sind unglaublich groß. Als ich zum ersten Mal die Hinterlands durchstreifte (während ich all meinen Freunden riet, diese nach zwei drei Stunden zu verlassen und ich mich dort innert 4-5 Stunden auf Level 8 hochkämpfte), schien mir die Karte fast so groß wie diese von Himmelsrand. Doch dann landete ich im Western Approach und der war noch größer und die Hissing Wastes sind noch viel größer! Trotzdem ist die Karte nicht leer oder langweilig, so wie die meisten Berghänge in Skyrim, die man rückwärts erhüpfen kann oder die Meere, die man erschwimmen kann, nein, nein. Immer ist etwas los. Immer findet man einen interessanten Gegenstand, Landschaftsteil, eine lustige Leiche oder Käse.

Lustige Leiche.

Ich finde, in diesen Abschnitt gehören auch die Mounts, obwohl ich sie genauso gut ins nächste Kapitel \\   STORY   GEFÜHLE   PERSONEN   // stecken könnte. Ich liebe Reittiere in Videospielen genauso wie im richtigen Leben. Und niemals habe ich bisher eine so tolle Reittier-Dynamik erlebt wie in Dragon Age: Inquisition. Gut gemacht! Ich habe wirklich immer eine starke Bindung zu Transportmitteln in Videospielen. In Halo war es der Warthog, den man einfach nur lieben musste, weil er so verdammt beschissen zu steuern war. In Mass Effect war es der Mako, der sich nicht weniger beschissen steuern ließ, aber Shephard und ihre Freunde zumindest mit trockenen Füßen ans Ziel brachte. Hja und in Skyrim war es mein Stairmaster 3000, mein geliebtes robustes Pferd, [ das nach dem Zwischenfall (haha, Fall) ] durch Pferdi, das Pferd ersetzt wurde. Oh, und die tollsten aller Gefährten (die man NICHT als Transportmittel nutzen konnte / sollte) habe ich fast vergessen, Waui, mein Kuschelhund aus Fable II (er war einfach niedlicher und hübscher als Halmon, der Mabari meiner Heldin von Ferelden und wurde immer heller je netter/besser/gutmütiger mein Held von Albion wurde) und meine süße weiße Katze Blinky aus Fantasy Life, die miaut, wenn wir rennen und uns in den Kampf stürzen. Tierische und technische Begleiter sind toll und seit Dragon Age: Inquisition habe ich einen neuen Favoriten:
Trollo der Hirsch.

Trollo kann alles, was ein guter Hirsch können muss: Menschen anmutig durch die Gegend transportieren, zottelig sein und Angst haben beim ersten Gegner, der sich auch nur in Riechnähe befindet. Und er macht dafür, dass er auf den ersten Blick so anmutig scheint, das jämmerlichste und herzzerreißend hässlichste Quietschgeräusch aller Zeiten. Wie mein Auto beim Anfahren, das Trollmobil, deswegen habe ich ihn auch danach benannt.

Nun, neben Pferden und Hirschis gibt es auch Thestrale und reitbare Nugs. Mit kleinen Händchen vorne. Da Nugs meine absolute Lieblingssache in Dragon Age: Origins waren (neben Alistair), finde ich die Idee von Reitnugs absolut unbestritten großartig. Einfach fantastisch. 500kg Nugs. Der Stoff aus dem meine Träume sind.

Schossnug

Reitnug

Die Thestrale sind natürlich keine Thestrale sondern Dracolisks. Ich habe ja die Headcannon in der ich Dorian in der Bibliothek besuche, nach dem ich meinen ersten Dracolisk (meine erster hieß Hurr Durr und der zweite Phteven) erhalten hab und er sagt
„I’m reading about our dragon-like friend.“ Und der Inquisitor sagt „You can just ask Viv a question, I’m sure she doesn’t mind.“
Haha!
Äh ja.
Wo war ich?
Dracoliske! Haben Überbiss, sind schuppig und ein bisschen garstig. Ich liebe sie.

Und dann gibt es noch ganz spezielle Mounts, die nur mit der Special Edition von Dragon Age oder bei Wettbewerben zu haben waren. Eins davon ist das Bog Unicorn und dessen Geschichte finde ich unheimlich traurig. Das Bog Unicorn ist ein Pferd, das gestorben ist, weil ihm ein Schwert durch den Kopf gerammt wurde. Bei der entsprechenden Quest wird das Pferd wieder zum Leben erweckt und jetzt sieht es wegen des Schwertes aus wie ein Einhorn.

Du bist immer noch hübsch und ich hab dich ganz doll lieb, auch wenn ich dich nie kennenlernen werde, Bog Unicorn!

Ich erkläre euch gerne kurz, wie ihr die verschiedenen Mounts kriegen könnt, falls ihr das als Spoiler empfindet, springt direkt weiter zum nächsten Kapitel.
Als erstes braucht ihr Horsemaster Dennet, das ist eine eingebildete Nase, die früher Stallmeister von Redcliffe war und sich heute noch groß was darauf einbildet. Die Quest, ihn zu finden, wird automatisch aktiviert, wenn ihr zum ersten Mal die Hinterlands betretet. Findet ihn, spricht mit ihm, findet Elaines Wölfe, besiegt die, findet die Orte für Bronns Wachtürme und lasst die von Cullen über den Wartable bauen und nehmt dann Cassandra oder Vivienne zu einem erneuten Besuch bei Dennet mit, damit ihr ihn davon überzeugen könnt, mit euch nach Haven zu kommen. Wenn Dennet da ist, ist die kleine Tafel neben dem Pferdegehege anklickbar und hier schalten sich auch verschiedene Mounts frei, je nach Level, das ihr erreicht, Orte, die ihr besucht und Quests, die ihr erledigt. Die Nugs kriegt ihr aber nur, wenn ihr in Val Royeaux den Laden im obersten Stockwerk im Nordwesten besucht. Dieser verkauft genau einen Gegenstand für 10.000 Gold. Kauft ihr den, schaltet sich eine Wartable-Mission frei und ist diese erledigt, habt ihr Reitnugs. Ist doch ganz einfach, oder?

\\  STORY  GEFÜHLE  PERSONEN  //

Nach den beiden kleinen Kapiteln nun das Größte.

Einerseits ist es schwierig, die Stories von Bioware-Spielen zusammenzufassen ohne ständig den Satz „oder auch nicht“ zu benutzen, anderseits umschreiben die Storylines in Dragon Age: Origins und Dragon Age II eigentlich nur so kleine Zeiträume, dass es gar nicht so schwer sein kann. Dasselbe gilt für Dragon Age: Inquisition. Das Spiel kann auf unheimlich viele verschiedene Arten mit verschiedenen Ereignissen an verschiedenen Zeitpunkten gespielt werden, trotzdem gibt es eigentlich nur eine Story und ein Ende. Oder auch nicht.

Ich werde die Hauptstory hier nicht abreißen, umschreiben oder erklären. Es ist ein Bioware-Titel. Dinge geschehen. Dinge, die euch laut heraus lachen lassen, die euch in Erstaunen versetzen und die euch garantiert die eine oder andere Träne verdrücken lassen (oder in meinem Fall komplett verheult und fragend was zum Teufel da gerade passiert ist, in meinem PELLO sitzend zurücklassend). Das einzige, was ihr wissen solltet ist, es gibt komische grüne Dinger am Himmel, die Dämonen ausspucken, nur der Spielercharakter kann diese Dinger schließen, deshalb werdet ihr Chef einer kleinen Inquisition.

Der Inquisitor (in der Fangemeinde liebevoll „Quizzy“ genannt) ist der Spieler. Anders als in Dragon Age: Origins gibt es keine Charakterabhängige Einführungsgeschichte (keinen Origin), sondern wird direkt in das Geschehen hinein geworfen. Später kann man anhand von Unterhaltungsoptionen die Vorgeschichte ein wenig besser definieren. Das ist einerseits toll, denn man kann nicht nur situationsabhängig reagieren. Ich mag zum Beispiel Solas (in meinem Haushalt liebevoll „Glatzi der Elf“ genannt) überhaupt nicht, deswegen kriegt er nur rotzige Antworten von mir. Josephine hingegen vergöttere ich, deswegen erzähle ich ihr viel und gerne über meine Familie (die Trevelyans, die – wie sich herauskristallisiert – wohl dem Äquivalent einer reichen texanischen Familie entsprechen: Stinkreich, aus einer agrikulturell starken Gegend stammend, verstrahlt gläubig und absolut überhaupt nicht hoftauglich). Natürlich ist der Fall und meistens auch der Tonfall immer ein bisschen anders, wenn man einen Magier oder eine Magierin spielt, aus dem Circle, eine/n Dalish, Qunari ist oder Surface Dwarf.

(3) Hier haben aber viele Leute im Bioware-Forum auch angemerkt, dass sie sich gewünscht hätten, dass die kulturellen Unterschiede deutlicher ausfallen und von den jeweiligen Spielcharakteren stärker auf den individuellen Hintergrund des Quizzys eingegangen wird. Das finde ich einerseits eine berechtigte Anmerkung, da ich mir als Trevelyan mit Templar- und Chantry-Geschwistern wohl bestimmt nicht die Bedeutung einer Divine erklären lassen muss und doch unterrichten mich Leliana, Cassandra und Giselle die ganze Zeit darüber. Und naja, als Dalish Magierin kenne ich mich mit Mythal und Fen‘Harel VIELLEICHT ein bisschen besser aus, als Morrigan, der Protagonistin des nächsten DLCs Dragon Age: Clueless. Auf der anderen Seite ist etwas, was ich an diesem Spiel am allerliebsten mag die allgemeine Offenheit und Non-Judgemental-Attitude. Natürlich trifft das nicht auf alle Charaktere und deren Ansichten gegenüber anderen Charakteren zu (ja, Rodrick, ich blicke in DEINE Richtung), aber da, wo es drauf ankommt, (meiner Meinung nach) schon. Erhält ein Surface-Dwarf-Inquisitor weniger Respekt als ein Trevelyan? Oder wird ein oder eine Lavellan weniger gefeiert als ein Qunarisitor? Nein. Natürlich haben Typ und Hintergrund Auswirkungen auf die jeweiligen Beziehungen des Inquisitors, aber daneben eigentlich kaum.

Da wir schon beim Verurteilen von Charakteren sind; in Dragon Age Inquisition trügt oft der Schein. Nehmt euch die Zeit, eure Advisors (Cullen, Josie und Leliana) oder die Partymitglieder (Cassandra, The Iron Bull, Varric, Solas, Dorian, Sera, Viv, Blackwall und Cole) besser kennen zu lernen, damit ihr euch eine Meinung über sie bilden könnt. Ich habe beim ersten Playthrough Solas komplett ignoriert, weil er ein Party-Pooper war und ich mir zu 90% sicher, dass ich an einer Stelle im Spiel von ihm hinterrücks ge-roofied wurde. Aber sprecht so oft wie möglich mit allen Leuten, damit ihr ihre persönlichen Quests erhaltet.

Stop me if you think that you’ve heard this one before.

Mir sind Begleiter im Spiel grundsätzlich ungeheuer wichtig. Vor allem, wenn es um ausgedehnte Entdeckungsreisen geht. Ich erkunde gerne neue und fremde Welten, aber nicht alleine. Vielleicht, weil ich mit Baldurs Gate aufgewachsen bin und es stets lieber mochte, als Diablo, Elder Scrolls etc.. Ich mag dabei nicht nur Begleiter (siehe Waui, Blinky, Stairmaster 3000 und Co.) sondern „menschliche“ Begleiter, nein, lasst mich das aus Bioware-Gründen anders ausdrücken; Sprechende und interagierende Begleiter. In Dragon Age: Origins wird gemeckert, gelästert und beleidigt, was das Zeug hält. Bei Mass Effect hielten mich meine Begleiter stets auf dem Boden der Tatsachen. In Dragons Dogma war das Gesabbel meiner Pawns schon fast unerträglich, aber irgendwie doch auch witzig und Willkommen. Ja und jetzt habe ich Dragon Age: Inquisition und die Unterhaltungen sind großartig und entwickeln sich weiter und entwickeln die Charaktere weiter! Sie beschäftigen sich mit dem, was um sie geschieht, sie beschäftigen sich mit sich selber und mit sich gegenseitig. Es ist eine wahre Freude.

Die Technik des Party-Banters (Plaudereien unterwegs) hat sich leicht verändert. Meiner Meinung ist sie aber eher schlechter als besser geworden. In Dragon Age: Origins konnte man sich mit seinen Partymitgliedern unterhalten, wenn man sie ansprach. Das triggerte manchmal einfach nur einen ein- oder zweizeiligen Text, oft aber eine Cutscene. So schaltete man dann auch die entsprechenden Party-Quests und Romanzen frei. Dies konnte wann immer und wo immer passieren, egal, ob unterwegs oder im Camp, deswegen lohnte es sich immer, an jedem neuen Ort zu jeder Zeit mit den Begleitern zu sprechen. Und man (naja, ich) nahm deswegen auch nur die Leute mit, die man (ich) auch interessant und unterhaltsam fand. In Dragon Age Inquisition gibt es quasi dieselben zwei Zustände: Im Camp (Haven / Skyhold) und unterwegs. Unterwegs tröpfeln die Gespräche vor sich hin, der Spieler hat keinen Einfluss darauf, wann und wo sie ausgelöst werden, kann aber in ganz, ganz seltenen Fällen in die Unterhaltung einsteigen (der Held von Ferelden war ja stumm, abgesehen von Kampf-Geräuschen – wie in Baldurs Gate).

Hier muss man auch einen Bug negativ erwähnen, über den sich viele Bioware- und Alistair-Forumsmitglieder (zurecht) empört haben: Offenbar wurde kaum bis gar kein Party-Banter getriggert, wenn man anstatt über den Wartable über die Weltkarte Quests annahm und Orte bereiste. Bioware sagt zwar, der Fehler sei gefixt, allerdings empfehlen sie, Missionen und Gegenden über den Wartable aufzurufen. Dass ich die Partymitglieder unterwegs nicht mehr aktiv ansprechen kann, finde ich doof und nervt auch, wenn sie ausgerechnet dann anfangen zu plaudern, wenn ich von 15 Riesenspinnen aus dem Hinterhalt angegriffen werde, oder gerade ein Rift schließe und deshalb nichts höre. Und weil die Xbox 360 öfters mal abgeschmiert ist, wenn sich ein Gespräch zusammen mit Umgebung lud. Aber die Inhalte der Plaudereien machen das alles wett. Ich binde hier mal ein fünf Stunden Video ein, das angeblich alle Unterhaltungen enthält.

Der zweite Zustand, den ich angesprochen hab, ist die Camp-Situation. In Haven und in Skyhold hat jeder Advisor und jedes Partymitglied einen Stammplatz, an dem es wohnt oder zu finden ist. Hier kann man sie ansprechen und das ruft entweder eine Cutscene hervor, oder normale Dialogoptionen über die Charaktere oder Kollegen. Fast so wie früher. Auch viele persönliche Companion Quests sind so erreichbar (Advisors + Party members = Inner Circle) und dann jeweils am entsprechenden Ort oder am Wartable zur Weiterführung aufzufinden.

Eine weitere (für Dragon Age: Origins-Fans) sehr große Änderung ist der Verzicht auf ein Geschenke-System. In Dragon Age: Origins gab es gewisse Loot-Stücke, die man den Partymitgliedern schenken konnte, um ihre Gunst zu erhöhen. Spezielle kleine Geschenke für spezielle Leute, die in manchen Fällen eine kleine Cutscene auslösten und ein nettes, kleines Gespräch. Diese Möglichkeit fehlt in Dragon Age: Inquisition komplett und ich wurde schon häufig gefragt, ob dieses Item aus den Valuables oder jenes verkauft werden darf, oder ob man es noch braucht. Nein, tut ihr nicht. Verkauft alle Valuables (außer die Creature Research Items, die gebt ihr an Minaeves Tisch oder in Skyhold in der Bibliothek ab), die allerwenigsten werden für Requisitions oder andere Quests benötigt. Viele Leute im Alistair-Forum vermissen die Geschenke-Funktion auch, doch das ist nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Dazu auch später mehr (4).

So viel zum technischen Aspekt. Jetzt wird’s persönlich.

Bioware hatte es vor wenigen Jahren geschafft, dass ich mich in den ersten Videospielcharakter meines Lebens verliebt habe. Nachdem meine Helden immer nur aus Büchern (Thomas Pullings) oder Filmen (Han Solo, Indiana Jones, Nick Rivers) stammten, gab es plötzlich einen, der aus einem Videospiel stammte: Alistair.
Aber das wisst ihr ja schon, ihr lest ja meinen Blog (und habt es ernsthaft bis hierhin im Text geschafft?! Ich ziehe meinen Hut, Chapeau, Chapeau.)

Es kamen noch Videospielfiguren hinzu, für die ich starke Gefühle entwickelte. Jill Valentine, Mister Drippy, Fido, Warzi, Bocki und Franka… aber niemand schaffte es, mich emotional ganz so zufriedenzustellen, wie Alistair. Nicht einmal meine Skyrim-WG, die aus meinem Kampfgefährten Argis und meinem Echsen-Ehemann Derkeethus bestand oder Jesus-Man aus Dragons Dogma.

Kurz nach Erscheinen des Spiels fand unser seit vier Jahren bestehendes und sehr übersichtlich kleines Alistair-Fan-Forum plötzlich großen Zulauf. Man las jedoch nicht viele neue Beiträge über Alistair (obwohl in Dragon Age: Inquisition sehr viel Neues über ihn Preis gegeben wird, aber dem widme ich tatsächlich mal einen separaten Blogeintrag, das würde diesen 30 A4-Seiten-Beitrag sonst sprengen), nein, man las mehr und mehr über Cullen.

Cullen. [ Der mit den Spaghetti-Haaren aus Dragon Age: Origins? Der Arsch, der mich, die Heldin von Ferelden während der Blight aufforderte, alle Magier zu töten? DER CULLEN? ] Ja, genau der.
„So toll kann der doch gar nicht sein, wie die alle tun.“, dachte ich mir damals noch. „Schon klar, Ex-Templer, blond und 3-Tage-Bart. Fanservice in Form eines zweitrangigen Alistair-Ersatzes.“
Ich lag falsch.

Da ich mich als alter Completionist die ersten vier Karten (Haven, Haven, Hinterlands und Val Royeaux) komplett aufdecken musste / wollte, kam ich erst nach vielen Stunden Spielzeit dazu, Cullen mal in Ruhe persönlich zu sprechen. Das erste Mal sind wir uns in der Titelsequenz getroffen und gesprochen, woran sich der junge Mann mit Glamrock-Kleidungsgeschmack fünf Minuten später schon nicht mehr erinnerte und sich mir erneut vorstellte. Danach sind wir uns vor der Chantry noch mal begegnet, wo er dem armen Chancellor Roderick, der mir auf Anhieb sehr sympathisch war und mir jetzt sehr Leid tat, die Leviten vorlas. Im ersten richtigen Gespräch also, das wir unter vier Augen führten, fragte ich ihn ein bisschen über seine Hintergrundgeschichte aus. Vielleicht gibt er ja zu, dass er vor zehn Jahren ein gigantisches Arschloch war. So wie Threnn zum Beispiel, die mir bei der ersten Frage schon auf die Nase band, dass sie Teyrn Loghain-Fan ist. Das ist so als würdest du mir versuchen zu erklären, warum Yoshimo dein Lieblingscharakter aus Baldurs Gate ist. Aber nein, Cullen antwortete geduldig auf alle meine Fragen und als ich ein bisschen persönlicher wurde, begann er herumzustottern und verlegen Sätze abzubrechen und da begann ich wiederum zu verstehen, warum ihn die anderen alle so toll fanden. Er war niedlich. Er war ein niedlicher Nerd.

An diesem Punkt hatte ich immer noch den Plan, mit dem Iron Bull zusammen zu kommen, den ich auch gleich einsammelte, nachdem mir ein sehr, sehr attraktiver junger Mann namens Krem vor der Chantry aufgelauert hatte. Ich mein, kommt schon. Er ist ein riesiger, gehörnter Qunari. Wer hat Dragon Age II nicht wegen des bedrohlich heißen Arishok-Trailers gekauft?… Äh, ich schweife ab.

Cullen jedenfalls stellte sich immer mehr als sehr erwachsener und gefasster Mann heraus, der genau wusste, was er tut und getan hat und der seine Schlüsse aus seinen Fehlern gezogen hatte. Alistair war der perfekte erste Freund: Der jungfräuliche niedliche Nerd, den man in den tiefen Sumpf der Verantwortung hineinführte und Cullen ist der perfekte Ehemann: Der ältere, erfahrenere Typ, der versucht, über seine Vergangenheit hinauszuwachsen.

Der erste Moment, in dem ich wirklich physisch, in meinem Pello sitzend laut „Awwww!“ sagte, war ein Moment eines sehr bedrückten Schweigens, nachdem der Inquisitor Cullen eröffnete, dass sie sich auf eine Suizid-Mission begeben würde. Ich habe bedeutungsschwangere Blicke und Schweigen als Plot-Element eigenlich ungeheuer satt, aber da war es einfach niedlich. Kurz darauf entfuhr mir noch ein „Awww“ und ein Quietschgeräusch und ich lächelte vor Verzückung, als Faye nach einer echt fiesen und epischen Cutscene und einem langen und beschwerlichen Kampf gegen widrige Umstände (siehe Suizidmission), Cullen erblickte und im Schnee zusammenbrach. Der Moment führte auch dazu, dass mein Freund ins Zimmer kam, und sich die nächste Cutscene anguckte, um mich darauf hinzuweisen, wie unglaublich Scheiße das Spiel aussieht, weil sich die Texturen von Gesichtern und Gebäuden nicht luden.

Und dann gab es da noch den Moment, der bei einem normalen Menschen vielleicht ein „Aww“ oder „Hmmh“ ausgelöst hätte, bei mir aber ein zehn Sekunden lang anhaltender Schrei war, der nach kurzer Ungläubigkeit in echt hässliches Heulen überging.

(Dieser Moment erfolgte ausgerechnet auch noch um 04:00 Uhr Morgens, nachdem ich 8 Stunden am Stück vor der Konsole saß und eine 3-4 Stunden lange Quest (Wicked Eyes And Wicked Hearts) bewältigt hatte, die ich am nächsten Tag auch sofort noch mal spielen musste.)

Ja gut und ab dem Moment war ich mit Cullen zusammen und interessierte mich nicht mehr so für die anderen Charaktere. Typisch für mich, aber nicht gut für das Spiel, denn ich vernachlässigte meine Freunde. Der Iron Bull und Cole baten mich um Hilfe, dem kam ich nicht nach, Leliana und Cassandra standen als neue Divine zur Auwahl und es war mir egal und Warden Blackwall war plötzlich verschwunden und ich hatte keine Ahnung, wo er hin ist und auch kein Interesse daran, es herauszufinden.

Noch während ich mit dem ersten Playthrough beschäftigt war, fing ich ein Zweites an, mit Dalish Magierin Delilah. Ich wollte ja gerne wissen, wie sehr sich Lore und persönlicher Hintergrund auf die Story auswirken. Oder auf Cullen, schließlich war er früher Templar und die ganze „Right of Annulment“-Geschichte und so weiter. Leider haute das nicht ganz so hin, wie ich es mir gewünscht hatte. Ganz Completionist-like erledigte ich wieder alle Quests, deckte jeden Kartenpunkt auf und sprach diesmal mit allen anderen Leuten, auch denen, die nicht Cullen waren. Jedoch hatte ich meine Rechnung ohne Blackwall gemacht. Blackwall gabelt man in einem Waldstück auf und danach flirtet er nur noch mit dem Inquisitor, was mir schon im ersten Playthrough etwas auf den Geist ging, weil er es auf eine etwas unheimliche und stalkige Art und Weise macht, was ihn für mich unattraktiv machte. Leider flirtete ich das eine Mal zurück, weil die Dialog-Option die Lustigste war und dann verfiel er einen Rage-Modus und erzählte mir ausführlich, dass er nie mit mir zusammen sein könnte (nachdem er mit wirklich jedem einzelnen Satz, den er je zu mir sagte mit mir geflirtet hatte, ja nee, is klar) und machte einen hochdramatischen Abgang. Ich begab mich nach Crestwood und traf mich mit Alistair (den ich via Keep endlich mal zum Warden gemacht hatte, anstatt zum König), grub ein großes und fieses und bitteres Geheimnis aus und kehrte anschließend nach Hause zurück (und mit Zu Hause meine ich Skyhold), um meine Romanze mit Cullen weiterzuführen.

(2) Doch Cullen erteilte mir eine Abfuhr…

… Und ich ging erwachsen und emotional reif und gefasst auf Twitter damit um.

Ja, das sind die einzigen zwei Auszüge, die im Nachhinein nicht mehr extrem peinlich und/oder am wenigsten weinerlich sind.

Äh ja.

Hm. Diesen Spielstand habe ich seither nicht mehr angefasst, obwohl ich weiß, was ich tun müsste und Blackwalls persönliche Quest jetzt auch kenne. [ Delilah ist für mich (symbolisch) vom Skyhold-Balkon gesprungen und gestorben ]. Ehrlich, mir haben ja schon Videos das Herz gebrochen, in denen Zwerge und Qunaris von Cullen abgelehnt wurden. Das geht gar nicht. Und ich möchte in einem Videospiel niemandem das Herz brechen oder Schluss machen, so etwas finde ich doof.

Nun, zum Glück besteht das Spiel ja nicht nur aus Cullen, obwohl er es auf Anhieb in die Top 12 meiner Lieblings-Videospielcharaktere geschafft hat und das noch vor dem One-Winged Angel:

1) Alistair
2) Franka
3) Fido
4) Warzi
4) Bocki
6) Mr Drippy
7) Jill Valentine
8) Dorian
8) Krem
8) Harding
11) Cullen
12) Sephiroth

Dorian zum Beispiel, wie ihr der Liste entnehmt, mag ich noch ein bisschen lieber als Cullen. Er ist nicht nur wahnsinnig gutaussehend, mindestens genauso selbstsicher und charmant, sondern auch noch richtig, richtig schlau. Er ist Pariah und stolz darauf, weil er die Umstände versteht, obwohl er in Tevinter aufgewachsen ist. Er verurteilt die Sklaverei, ist sich jedoch auch seines Privilegs bewusst und dem der Tevinter-Sklaven gegenüber Alienage-Bewohnern. Und ich habe mit ihm das befriedigendste Gespräch über Schismen geführt, das ich je erlebt habe. Dorian und ich sind auf einer Wellenlänge und ich schätze seine Meinung mehr als die aller anderen. Ich hatte zwar nie das Bedürfnis, mit ihm eine romantische Beziehung einzugehen, aber viele Damen und Herren im Alistair-Forum finden es schade, dass er mit weiblichen Inquisitoren nichts anfängt. Ich habe diesen Gedanken versucht zu verstehen, genau wie auch die Anmerkung zahlreicher männlicher Bioware-Forums-Mitglieder, die sich sehr stark darüber beschwerten, dass sie sich von Dorian bedroht fühlen, oder noch schlimmer, von seiner schwulen Art. Für beide Einwände habe ich leider kein Verständnis, aber ich freue mich über jede tiefere Diskussion über irgendeinen meiner Lieblingsvideocharaktere.

Cremisius Aclassi, kurz Krem, ist auch ein Mann, der sich im Mittelpunkt vieler Dragon Age-Charakter-Diskussionen wiederfindet. Krem ist einer der Söldner von Bulls Chargern. Er ist witzig, charmant, sieht VERDAMMT gut aus (offenbar ist mir Aussehen, das meinem Geschmack entspricht wichtig, um Emotionen für einen Charakter aufzubauen, ich bin in fiktiven Angelegenheiten anscheinend sehr oberflächlich) und hat eine extrem spannende Geschichte zu erzählen. So wie auch Dorian und Cullen übrigens, doch alle Geschichten sind so grundverschieden wie die Fazits die die entsprechenden Personen daraus gezogen haben, was den jeweiligen Charakter nur umso liebenswerter macht. Cremisius Aclassi wurde als Frau geboren und macht keinen Hehl draus. Sein Chef, der Iron Bull, weiss das und behandelt ihn wie jeden anderen seiner Chargers. Ich liebe die Beziehung zwischen den beiden tatsächlich so sehr, dass ich mir dadurch aus Versehen die schwierigste Entscheidung des gesamten Spiels aufgehalst habe. Aber dazu später mehr (5).

Der dritte Charakter aus meiner Lieblingscharakter-Liste, der ebenfalls aus Dragon Age: Inquisition stammt, ist Harding. Lace Harding (ihr Vater war Schuster aus den Hinterlands) wird von allen nur Scout Harding genannt. Sie ist reizend, hat das schönste Gesicht seit Videospielcharaktergedenken (siehe -> meine Oberflächlichkeit) und hat einen der wichtigsten Jobs der Inquisition: Sie gehört zu Sister Nightingales Forward Scouts. Das heißt, wann immer sich die Party in ein neues Gebiet begibt, wartet Harding da schon mit dem Wetterbericht und weiteren nützlichen Informationen. Harding respektiert mich und ich respektiere sie. Ich flirte gerne mit Harding und sie flirtet gerne mit mir. Dürfte ich mir mehr Hintergrundwissen über irgendeinen Charakter wünschen, hätte ich das gerne zu Harding und darüber, wie sie als Surface-Dwarf in den Hinterlands die Blight miterlebt hat und im Geschäft ihres Vaters aufgewachsen ist. Und wer und wo ist eigentlich ihre Mutter?

Kommen wir zu den Entscheidungen, die ich schon öfters angesprochen habe. Bioware-Spiele haben den Ruf weg, dass man schwierige und emotionale Entscheidungen beim Spielen an den Kopf geworfen kriegt und diese größere Auswirkungen haben sollen, als bei Molyneux (gelangweiltes „Hm-hm“.). Das ist ein weiterer Grund, warum mir Dragon Age: Origins so unglaublich gut gefiel. Ich musste mir sehr schwer fallende Entscheidungen treffen und mit den Konsequenzen leben (was in meinem Fall bedeutet, 10 Spielstände anzulegen, um die Konsequenzen eben NICHT tragen zu müssen). So zwang ich Alistair, die Liebe meines Lebens, nicht nur auf den Thron, den er niemals haben wollte, ich überredete ihn auch dazu, mit der Person, die er am meisten hasst, Sex zu haben, um mit ihr ein Old-God-Baby zu zeugen (einen oder mehrere Absätze über Calenhad-/ Theirin-Bastarde werdet ihr im kommenden Alistair-Beitrag finden, stay tuned). Das war eine echt harte Entscheidung, aber es war der einzige Weg, wie die Heldin von Ferelden zusammen mit Alistair überleben und regieren kann und der Betrüger Loghain seine gerechte Strafe erfährt. Und hier liegt auch schon einer der eigentlich zwangsweise auftretenden Flaws des entscheidungsabhängigen Bioware-Systems; es kann nur einen Canon-Geschichtsverlauf geben** und wer diese Entscheidungen nicht traf (und zum Beispiel Alistair sterben ließ, weil er ihn nicht mochte) zieht daraus ja einen gewissen Nachteil, was die Bücher und Comics zur Spielreihe angeht, weil diese dann plötzlich eine andere Version erzählen.

Kleine und absolut nutzlose Nebeninfo: Harding, Dagna und Bianca bilden zusammen das inoffizielle so-Awesome-that-they’re-completely-indestructible-Bioware-Dwarven-Trio. Just saying.

Um dieses Problem vorzubeugen beziehungsweise zu umschiffen, hat Bioware eine Spitzenidee gehabt; Unter DragonAgeKeep.com kann man sich einen Weltenstatus (1) erstellen, den man dann via Origin-Account in das Spiel hoch lädt. In diesem Weltenstatus kann man alle Entscheidungen aus Dragon Age: Origins, Dragon Age: II und den DLCs neu treffen oder verändern. Lädt man in Inquisition den Default-Worldstate liegt einem anschließend Biowares Canon zu Grunde. Ich habe mit der ersten Faye auf der Xbox 360 den Default-Weltenstatus gespielt, weil ich das Keep noch nicht kannte und erst später dann meinen Canon übernommen und Schwupps war ich Anfang Februar schon bei 44 verschiedenen Imports mit 32 verschiedenen Weltenversionen.

Auf Tumblr liest man öfters die Frage, was es für einen Einfluss auf das Spiel hat, ob man Varathorn Ironbark gebracht, Stens Schwert retourniert oder Felsi mit irgendeinem Typen zusammengebracht hat. Ich habe keine Antwort gefunden, auf diese Frage. Selbst meine Entscheidung, Dagna für ihr Studium zum Circle zu schicken, hat keinen wirklichen Einfluss auf die Story, da ich in einem anderen Walkthrough festgestellt habe, dass sie auch da ist, wenn man sie bei ihrem Vater gelassen hat. Während viele Entscheidungen also (fast) keinen (merklichen) Einfluss auf das Spiel haben mögen, ist die Companion-Sektion im Keep vom Einfluss her eigentlich noch die Stärkste. Hier kann man entscheiden, ob Alistair König wird (dann begegnet er einem nur kurz in einer Cutscene, wenn man sich für die Mages entschieden und die Quest In Hushed Whispers beendet hat und wird von ihm einfach mal HART ignoriert, weil er sich mit seiner Mutter streitet, was mir beim ersten Mal durchspielen (ja, König Alistair ist canon) das Herz gebrochen hat, nach allem, was wir gemeinsam durchgemacht haben… Ich schweife ab) oder wer in Here Lies The Abyss neben Hawke den Warden-Begleiter gibt. Auch spielt es eine Rolle, ob man (wie oben bereits erwähnt) mit dem Warden oder Alistair Morrigan ihr blödes Old-God-Baby geschenkt hat und ob man Connor dem Desire-Demon überlassen oder ihn gerettet bzw. getötet hat. Das sind meines Wissens nach noch die Keep-Entscheidungen, die sich am meisten auf das Spiel auswirken, bitte korrigiert mich, falls dieser Eindruck falsch ist.

Hier muss ich eine Klammer doch nochmal aufmachen, denn die Entscheidung, die von fast allen Spielern und Spielerinnen aus dem Forum als am Krassesten / Dramatischsten und Herzzerreißendsten empfunden wurde, möchte ich kurz ansprechen.

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…:::   Der nächste Absatz enthält mögliche Spoiler zu den Quests Here Lies The Abyss, Demands Of The Qun, In Hushed Whispers und Champion Of The Just überspringt ihn lieber, falls ihr das Spiel noch nicht durchgespielt habt, ich sag euch, wenn’s weiter geht. :::…

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Bioware hält sich ja für ganz schön clever und hat sich für die Fans der alten Teile deshalb etwas sehr Perfides ausgedacht. Da man davon ausgehen kann, dass die meisten Leute den Default-Weltenstatus oder den aus ihren Origins-Entscheidungen spielen, endet Alistair nur in recht seltenen Fällen nach den Geschehnissen in Dragon Age: Origins als Grey Warden. Passt man Dragon Age: Keep aber entsprechend an, steht einem für die besagte Quest Alistair

höchstpersönlich zusammen mit Hawke zur Seite. Am Ende des Kurzurlaubs im Fade kann man jedoch nur einen von den beiden wieder mit nach Thedas nehmen und hier fingen die Jammer-Beiträge in Foren, auf Tumblr und vielen Facebook-Gruppen auch an: „Wie kann Bioware nur, ich kann mich doch niemals zwischen Hawke und Alistair entscheiden?“, „Das ist doch Scheiße, warum können nicht beide überleben?“ „Was soll das? Versucht uns Bioware zwangshaft ihren Canon aufzudrücken?“ Nun, bei meinem Canon-Playthrough betrat ich den Fade mit Default-f!Hawke und einem Typens namens Strout (von dem ich trotz 40 Stunden Dragon Age II nie gehört oder ihn einfach wieder vergessen habe) und ich hab trotzdem ohne eine Sekunde darüber nachzudenken Hawke geopfert. Hey, der Unbekannte ist ein Grey Warden, Grey Warden sind die Coolsten, das ist auch das einzige, was ich an Blackwall gut fin-… Egal.
Obwohl ich Dragon Age II ganz schrecklich fand und auch Hawke und ihrer/seiner dämlichen Familie nichts abgewinnen konnte oder Fenris oder Merrill etc. etc. kann ich es noch halbwegs verstehen, dass es Leute gibt, die das Spiel mochten und sich 13 Hawkes und 500 Speicherstände erstellt haben. Wenn diese dann auch noch Origins gespielt und Alistair als Freund hatten, kann ich mir auch vorstellen, dass diese Entscheidung sehr schwierig wäre. Aber tatsächlich haben sie sich die Situation mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit im Keep selber so eingestellt (denn, nochmal, die Alistair/Warden-Möglichkeit ist sehr gering) um vor dieser Entscheidung zu landen.

(5) Für mich kam der echte Entscheidungshammer erst recht viel später im Spiel. Und das dann aber so richtig. Die Mitglieder des Inner Circles bringen alle eine persönliche Quest mit. So auch der Iron Bull, der übrigens Ben-Hassrath ist (sozusagen ein Qunari-Spion) und auch das entsprechende Ansehen unter Qun-Anhängern und -Mitgliedern genießt. Wenn man etwas öfter mit ihm spricht und ihn besser kennenlernt, merkt man, dass er den Qun (Leitsatz der Qunari) sehr, sehr ernst nimmt und ihn trotzdem nicht militant Leuten aufzudrücken versucht (so wie Ste-… Ähm… Lassen wir das). Er hat mir beigebracht, ein ein bisschen besserer Inquisitor zu sein und liebt seine Truppe an Misfits und ich liebe sie auch, gar keine Frage. In seiner Quest also geht es darum, ein paar Venatori platt zu machen, um einem Dreadnaught die Anreise zu ermöglichen. Das klappt auch alles ganz gut, wir teilen uns auf in zwei Gruppen, Krem (mein bester Freund und einziger Mann in Thedas, der nicht weiß, wie man einen Stuhl benutz) führt die Chargers an, der Inquisitor Bull und zwei Party-Mitglieder.

Krem und Stühle sind eine prima Voraussetzung für unfreiwillige Situationskomik. Oh you!

Plötzlich gerät Krems kleine Gruppe in Bedrängnis und wir stehen auf einer gegenüberliegenden Klippe und müssen dabei zusehen, wie er von Gegnern umzingelt wird. Der Inquisitor hat zwei Möglichkeiten; Den Bull das Signalhorn blasen lassen, um den Rückzug einzuläuten und den Auftrag schleifen zu lassen, was ihn zusätzlich zum Tal-Vashoth (ehrenloser, Verstoßener, den Anforderungen des Qun nicht mehr gerecht) werden lassen würde, oder dabei zusehen, wie die Chargers und mein geliebter Krem im Kampf sterben. Ich konnte mich nicht entscheiden und bin erst einmal aufgestanden und bin eine Runde durch’s Haus gestapft. Ich versuchte die Situation meinem Mitbewohner zu erklären, doch er interessiert sich nicht einmal ansatzweise für den Qun und dessen Demands. Also setzte ich mich wieder hin und gab das Signal zum Rückzug. Wir kehrten alle unversehrt nach Skyhold zurück, doch als der Bull anschließend Ziel eines Mord-Anschlags wurde, kam ich mit meiner Entscheidung ins Stocken. Natürlich erklärte er, dass der Mord-Anschlag zum guten Ton unter Ben-Hassrath gehört und sie ihn nicht ernst gemeint haben konnten, da wir die Assassinen schnell aus dem Weg geräumt hatten, aber man merkte, dass er litt. Der Qun war alles wofür er gelebt hatte, wofür er gearbeitet hatte, er hatte einen Ruf, er hatte Ehre und er hatte seine Chargers. Zwei von den Dingen gab es jetzt nicht mehr.

Ich konnte die Schwere meiner Entscheidung plötzlich nicht mehr tragen und kehrte zur Klippe zurück, um Krem und die anderen ihrem Schicksal zu überlassen. Anstelle eines Ben Hassrath-Gegenschlags gab es jetzt eine unfeierliche Beerdigung, die man fast schon als Beseitigung von Überresten beschreiben könnte. Der Bull versucht ein paar Worte zu Krem und den anderen zu sagen, schüttet schlussendlich aber einfach die sterblichen Überreste über die Brüstung des Skyholds. Komplett gefasst kommt er dem Demand des Quns nach und trotz Verlust seiner Chargers wirkt er so stark und zuversichtlich wie immer. Es war die richtige Entscheidung für den Bull. Als ich jedoch das erste Mal wieder die Taverne betrete und Krems leeren Stuhl vorfinde, bricht mein Herz erneut und ich kehre wieder zur Klippe zurück, um die Chargers zurück zu holen. Scheiß auf den Qun, ganz ehrlich, aber bitte lass mich nie wieder so eine Entscheidung in einem Videospiel treffen, Bioware.

Alistair in 10 Jahre reifer aber immernoch recht „Alistair“.

Ja und dann gibt es da noch die Nicht-Entscheidung, fiese Dinge, die einfach passieren und die einem so richtig die gute Laune vermiesen. Wenn so eine kleine, anfängliche Entscheidung wie „Soll ich mich für die Mages oder die Templer entscheiden?“ schlimme Konsequenzen hat, die einem erst im Nachhinein klar werden (jetzt muss ich doch noch mal über Fiona sprechen). Die erste Entscheidung, die man im Spiel trifft, ist welche Verbündeten man in die Inquisition aufnimmt.  Entscheidet man sich für die Quest In Hushed Whispers, erhält man im Anschluss die Möglichkeit die Mages als Verbündete oder als Gefangene für sich zu gewinnen. Wählt man die Quest Champion of the Just geschieht dasselbe mit den Templern. In meinem ersten Playthrough entschied ich mich für die Mages, denn nach der ersten Begegnung mit Fiona in Val Royeaux wurde mir plötzlich klar, dass das ja DIE Fiona ist, aus The Calling (einem Buch von David Gaider)! Fiona hatte ein Verhältnis mit König Maric und ich hegte seit dem Erscheinen (und sofortigen Lesen) des Buches den Verdacht, dass sie die Mutter von Alistair ist, was aber zeitlich nicht ganz aufging, da dann Cailan sieben Jahre vor seiner Geburt hätte geboren worden sein müssen, um Alistairs älterer Bruder zu sein… Äh, wie auch immer. Die Dragon Age-Autoren bestätigten kurz vor Erscheinen von Dragon Age: Inquisition in einem Tweet oder im Bioware-Forum dass Fiona Alistairs Mutter ist und sie spricht es später im Spiel auch an, falls Alistair der König ist (so war es im Canon-Playthrough). Ich weiß leider noch nicht, was sie sagt, wenn Alistair Warden ist und sie zur gleichen Zeit in Skyhold sind (was übrigens sogar in 3-er Kombination mit Morrigan möglich ist, was ich aber auch nocht nicht hingekriegt hab, laut Gaider gibt es aber ein Alistair-Morrigan-Gespräch). Das wird dann mein nächstes Playthrough. Egal, jedenfalls hab ich dann mit Delilah Lavellan die Templar genommen (im Nachhinein auch voll sinnlos mit dem Human Noble mit Templar-Familie die Mages zu wählen und mit einem Dalish-Mage die Templar, aber egal). Die Quest ist ziemlich viel cooler (obwohl es schon lustig ist, mit Dorian Zurück in die Zukunft zu reenacten) und der Hauptcharakter dieser Quest, Ser Barris, hatte es mir ja schon in Val Royeaux angetan aber er war auch der Grund, warum ich Champion Of The Just erst beim zweiten Anlauf bewältigte, denn im ersten starb er in der großen Halle an seinen Verletzungen und das wollte ich rückgängig machen, aber mein letzter Speicherpunkt war vor dem Wartable… Ihr kennt das.

One sexy motherfucker und gänzlich unbeeinflusst von rotem Lyrium. Templar sind einfach alle heiß, oder? Außer Samson. Ich hasse Samson.

Nachdem ich also Ser Barris gerettet und die Templar als Verbündete (ganz ohne Zwang) gewonnen hatte, wurde Haven von Corypheus, seiner rechten Hand Calpernia und seinem lustigen Drachen Fauchi angegriffen. Als es darum ging, ganz selbstlos den letzten Trebuchet zu verteidigen (mit dem man vorhat, Haven unter einer Schneelawine zu begraben), schrie ich plötzlich entsetzt auf. Der letzte Endgegner war FIONA! Grand Enchanter Fiona! Ich pausierte sofort das Spiel und fluchte eine halbe Minute lang. Wie kann Bioware mir das nur antun? Ich spielte das Kapitel dann doch zu Ende und speicherte in der Eishöhle ab. Ich möchte den Spielstand auch weiter spielen, weil ich noch nie gegen Calpernia gekämpft habe und nur die Samson-Storyline kenne, aber mein Plan, Fiona, Alistair, Morrigan und Kieran unter einem Dach zu vereinen ist gerade phänomenal gescheitert. Ich habe bis heute nicht weiter gespielt.

Mein nächster (oder vielleicht auch über-über-über-nächster) Charakter war dann Korra Trevelyan, ihr seht sie ganz oben casually an einen Holzpfahl lehnen. Mit ihr entschied ich mich wieder für die Mages (ich will das Full House!) und als ich beim letzten Gegner aufgrund von Fionas Schock auf den Gegnernamen achtete, stand bei dem riesigen von rotem Lyrium verunstalteten Ungetüm statt Grand Enchanter Fiona Ser Barris! „OH COME ON, YOU GOTTA BE KIDDING ME?!“ Das sind die Sachen, die ich gleichzeitig liebe und hasse in Dragon Age. Meinen perfekten Canon, in dem alle überleben und zusammen in den Sonnenuntergang reiten, muss ich mir wohl selber basteln.**

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…:::   So, jetzt geht’s spoilerfrei weiter! :::…

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Wir sind immer noch bei den Charakteren, ja? Also, um es kurz zu machen: Ich liebe sie alle. Ich habe sie über die letzten Monate so ausführlich kennengelernt, dass ich für jeden (ja, wirklich jeden!) Charakter (selbst für den Witwer in Redcliffe Village oder den Avvar-Vater mit den Ziegen) Gefühle entwickelt habe und nach ein bisschen in ihre Geschichten einlesen selbst Samson und dessen Aussage gegenüber Cullen verstehe. Früher in Origins fand ich Thedas einfach toll, weil es eine High Fantasy-Welt nach meinem Geschmack war. Heute liebe ich Thedas, weil es die Charaktere und die Geschichten sind, die Thedas wirklich ausmachen. 

Wenn man die Figuren um sich Entscheidungen fällen und ihre Meinung äußern lässt, hat dies wiederum Einfluss auf andere Charaktere (zum Beispiel ein Dalish-Mädchen, das ein Warden werden will, nachdem es von Warden gerettet wurde und sie als Helden ansieht oder eine pazifistische Magierin, die ihre große Liebe, einen Templer verloren hat und aufgrund von Vivs Bekanntheit mit in den Krieg zieht) und somit auf den Spielverlauf. Ich kann wirklich nur anreißen, was das alles bedeutet und wie tief alles reicht. Ich spiele mit dem Gedanken einzelne Blog-Einträge zu einzelnen Charakteren zu machen… Mal schauen.

Ein kleiner Wermutstropfen findet sich allerdings auch bei diesem Thema (4). Mit dem Wegfall des Geschenke-System aus Dragon Age: Origins wurde auch die Rating-Leiste, die bei jedem Charakter anzeigt, wie sehr er den Spieler mag, was Einfluss auf den Spielverlauf hat (siehe Zevran, siehe Romanzen), weggelassen. Dies ist vielleicht dem Umstand geschuldet, dass man auch mit den Advisorn, die keine wirklichen Partymitglieder sind, Beziehungen eingehen kann, denn die Leiste war ja auch ausschlaggebend für Romanzen. Ich weiß es nicht, aber ich hätte die Leiste gerne zurück gehabt, denn so ist es schlussendlich absolut egal, ob eine Entscheidung Vivienne gefällt oder Cassandra nicht. Ob Dorian mit meiner Entscheidung zufrieden ist oder Sera monumental unglücklich. Oder doch nicht? Kann mir da jemand mehr drüber erzählen? Das Lösungsbuch vom PRIMA hat darüber nichts und in den Bioware-Foren habe ich auch nichts Entsprechendes gefunden.

Mit dieser Frage bin ich eigentlich am Ende dieses wirklich ausführlichen Textes angelangt. Dragon Age Inquisition ist ein großartiges Spiel und irgendwie mag ich es gleich gerne wie Dragon Age: Origins, was das größte Lob ist, das ich einem Videospiel jemals aussprechen kann. Inquisition besteht aus so vielen unglaublichen Momenten, die man summiert pro Playthrough vielleicht hin und wieder vergisst, aber dann fährt man von der Arbeit nach Hause, wie eben, und einem fällt plötzlich wieder der Moment ein, wie man das eine Mal eine Höhle in Crestwood erkundet hat und auf dem Weg raus fast ein Herzchriesi erlitt, weil plötzlich ein Druffalo vor einem stand, das der Party wohl hinterhegezottelt und einfach in die Höhle gefolgt ist.

Ich bin mir sicher, ich könnte noch problemlos noch mal fast 10.000 Wörter über dieses Spiel verlieren und der Inhalt würde sich kaum doppeln.

Ich mag Dragon Age: Inquisition. Wirklich unheimlich, unheimlich gerne.

\\\ ENDE TEIL 1 ///

*Eigentlich hätte Fantasy Life den Titel mehr verdient. Ich hatte mich schon jahrelang auf den Titel gefreut (im Gegensatz zu Dragon Age: Inquisition) und wusste eigentlich vorher schon, wie großartig es wird, aber dann war es noch viel großartiger, unheimlich liebevoll, witzig, charmant und einfach nur schön, dass es den Titel „Spiel des Jahres“ auf jeden Fall jederzeit verdient hätte, aber ich glaube, wenige Leute haben es gespielt und ich hatte leider bisher auch nicht die Gelegenheit / Zeit / Lust, einen Artikel dazu zu verfassen (es gibt einen Entwurf, dem fehlen aber noch ca. 30-50 der 10.000 Screenshots, die ich während des Spiels gemacht habe). Vielleicht mach ich dann was zu Einjährigen, wenn die 20 neuen Nintendo-Konsolen raus sind. Mal schauen.

**Diesen Umstand habe ich in meinem Kopf auf simpelste Art und Weise nach Awakenings gelöst (bzw. einem anderen DLC, der nach Awakenings ansetzt) und Inquisition beließ die Option bisher bzw. hat sie sogar eher noch verstärkt und ich überlege tatsächlich, den vielleicht mal auszuformulieren. Aber dann würden mich meine Eltern (die hier zwar mitlesen, aber hoffentlich nicht bis hier gelesen haben) endgültig in eine Heilanstalt einweisen lassen, ich seh’s schon kommen.

10 Antworten zu “Ein wirklich langer und wirklich undifferenzierter Beitrag über Dragon Age: Inquisition

  1. Ich habe den ganzen Text geschafft! / Hatte ja eigentlich gar nicht damit gerechnet, dass der so gut strukturiert ist!

    Deine Frage kann ich dir auch beantworten: Sinkt dein Approval-Rating zu niedrig kann das wieder neue Optionen öffnen. Ich hatte als Qunari-Mage die Gelegenheit Solas im Gespräch eine zu knallen, Blackwall hat wutschnaubenddie Inquisition verlassen als ich diue Grey Wardens verbannt habe und ich habe auch ein Video gesehen in dem Cassandra nach mehrer „schlechten Entscheidungen“ mit dem Inquisitor Schluß gemacht hat (https://www.youtube.com/watch?v=Gg-xqyvXqOU)!

    Ich habe fast Angst, dass Bioware soviel Content Entscheidungsabhängig gemacht hat, dass man das Spiel hundert mal durchzocken muss um alles zu sehen!

    • Ja, den Verdacht hab ich eben auch. Obwohl ich zum Beispiel Viv liebe und ihre Ansichten teile (ja, Magier können eine Gefahr für sich selber sein) ist sie nie zufrieden mit meinen Entscheidungen und disapproved generell greatly, aber Auswirkungen auf unsere Gespräche oder Quests scheint dies nicht zu haben :/

  2. Wow. Ein wirklich überragender Blog Eintrag. Und so humorvoll geschrieben. Herrlich :D

    Aber hey, falls du es bisher noch nicht getan hast, kann ich dir wunderbar die Romanze mit Blackwall empfehlen. Sie ist nicht nur extrem schön gestaltet, sondern auch unheimich lustig. Ich hab den Fusselbart auch gerne zusammen mit Sera in der Gruppe. Die Gespräche sind einfach zum heulen komisch.

    • Jaaa, die muss ich echt auch noch spielen! Zwinge derzeit die @lasersushi Blackwall zu romancen und immer dabei zu haben, ich muss dafür mit Solas auskommen ;) #daiduel

  3. Hey zocke seit einiger zeit dragon Lage Inquisition. Es ist ein absolut geiles Spiel doch nachdem ich extra alle vorgegänger gekauft und gespielt hatte bin ich förmlich explodiert als auf dem importier teil nur stand das man extra ins Internet muss um das zu ändern ich hab fast alle spiele von bioware gezockt doch das ist echt lässtig!!

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