Oh, wundersames Albany!

albanyteas

Albany ist eine sehr merkwürdige Stadt.
Aber fangen wir beim Tagesanfang an. Diesen starteten wir in der Lobby des Hampton Inns, wo es ein kleines Gratis-Frühstück gab. Zu meiner Freude gab es einen Fruit Loops-Automaten und Skimmed Milk aus diesen kleinen quadratischen Tetra-Packs, die man aus amerikanischen High-School-Filmen kennt oder den Simpsons und einen Waffel-Automaten, den Mami und Nicolas mutig testeten.

Nach erfolgreicher Befrühstückung ging es zurück ins Zimmer zum Packen und dann direkt vom Parkplatz aus ab auf den ersten Highway meines Lebens.

Nach ca. einer Stunde zeigten die Straßenschilder bei der kommenden Raststätte einen McDonald’s an. Nicolas klopfte mich weich mit dem Argument, man müsse doch in den U.S.A. mal bei McDonald’s gegessen haben, um zu wissen, dass es genau gleich schmeckt. Ich lenkte ein und Papi steuerte die Raststätte an. Wir assen alle was Kleines. Ich war von den Fruit Loops noch so gut gesättigt, dass ich nicht mehr als eine Apfeltasche mochte, die statt mit Apfel mit Kürbis gefüllt war. Eine extrem tolle Idee, es war wie ein warmer moister Kürbis-Kuchen! Ich liebe Kürbis-Kuchen, seit unsere amerikanische Austauschschülerin mal einen für uns gebacken hatte. Nick kaufte sich dort noch eine Mütze von den NY Patriots im kleinen Laden nebenan und weiter ging’s auf die Autobahn.

Als Navigator saß ich meistens mit einer faltbaren Landkarte hinter (Nick wird beim Autofahren oft schlecht) oder neben Papa. Dieser äußerte den Wunsch (schon zu Hause, als wir erste Planungen vornahmen), die Finger Lakes zu sehen. Deswegen suchte ich mir einen davon aus, der nicht zu weit von der Autobahn entfernt ist und die Ausfahrt nach Geneva nahmen wir dann.

Geneva selbst wirkte wie ein sehr kleines amerikanisches Städtchen mit nur einer Straße in der Mitte, die von kleinen Shops gesäumt war. Bog man jedoch nach Süden ab, kam man direkt zu einem Parkplatz am See. Ein kleiner Pier führte in diesen hinein und obwohl es recht kühl und windig war, stellten wir uns dahin und ließen die wunderschöne Landschaft des Indian Summers auf uns einwirken.

Nach dem Zwischenstopp ging es wieder auf die Autobahn und dieses Mal zogen wir die Strecke in einem Schneuz – wie man auf Schweizerdeutsch so schön sagt – durch. Das Navi führte uns dann über die Hauptstraße mitten durch die Stadt in das Herz von Albany hinein. Mein Vater hatte Albany als Erstes erwähnt bei der Planung und mir Bilder der Hauptstadt des Bundesstaates New York gezeigt. Auf den Bildern wirkte die Stadt wie eine merkwürdige Mischung aus modern und altmodisch und als wir unser Auto mitten in der Stadt stehen ließen, stellte es sich als genau das hinaus.

Die Stadt war menschenleer, es war Sonntag-Nachmittag und außer Eichhörnchen und wenigen Autos war nichts und niemand unterwegs. Albany hatte etwas Unwirkliches. Es war wunderschön und trotzdem kalt. Faszinierend und trotzdem so… berechnet. Europäisch und doch extrem amerikanisch!

Wir erkundeten die Stadt ein bisschen zu Fuß, bis wir ein günstiges Hotel fanden. Dann holten wir das Auto und hielten dazwischen noch an einer Brücke, die zum Flußufer hinunter führte. Kaum zu glauben, aber der riesige Strom, der die Stadt von einer szenischen und sehr ländlichen anderen Seite trennt, ist tatsächlich der Hudson River! Den hatte ich so gar nicht auf der Karte, ho ho ho.

Nachdem ich genügend Bilder davon gemacht hatte, kehrten wir ins Hotel zurück, um zu googeln, wo wir abendessen gehen können. Die Rezeptionistin empfahl uns ein italienisches Restaurant, doch das hatte zu, so wie alle anderen Lokalitäten, an denen wir auf unserem Weg durch die Stadt vorbeikamen. Über Tripadvisor stieß ich dann auf das [ Cafe Capriccio ], das sich im Untergeschoss einer Häuserzeile in der Innenstadt versteckt.

Dort gab es superleckere mehrgängige Menüs (wir entschieden uns fast auschliesslich für Empfehlungen des Chefkochs, die auf der Karte nicht zu finden waren) und tollen italienischen Wein. Das Lokal war toll und das Essen super. Satt und zufrieden fuhr ich dann die Familie zurück ins Hotel und wir legten uns nach einem aufregenden Tag schlafen.

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