U.S.A. – Kanada – U.S.A.

fälleteas

Ganz, ganz früh mussten wir aus den Federn, um uns mit gepackten Koffern zum Hotelempfang zu begeben. Dort nahmen wir alle Abschied von unserem Lieblings-Pascal, der zurück nach Virginia fährt, um sein Ausland-Semester zu beenden.

Mit der Limousine ging es zurück zum Flughafen und dort nach der Gepäckabgabe, die sich als etwas tricky gestaltete, da wir Ausländer waren mit einem Inland-Flug (und einem kurzen Frühstück am Gate) in einem kleinen Flieger nach Buffalo.

In Buffalo war das Wetter ein ganz kleines bisschen besser. Bei Alamo holten wir unser Fahrzeug an. Eigentlich hatte mein Vater einen Grand Jeep Cherokee gebucht, der auch einen erheblichen Aufpreis kostete. Aber wir würden ab heute zwei Wochen mit der Karre unterwegs sein, also sollte es schon etwas Vernünftiges sein. Mein Vater und ich liessen uns beide und meine Mama am Schalter als Fahrer eintragen und erhielten dann aber Chevrolet-Schlüssel. „Der sei absolut gleichwertig.“, wurde uns versichert.

Gleichwertig – my ass! Das Auto war eine Plastikschüssel, die Geräusche machte, wo sie nicht sollte, die Geschwindigkeit nur in km/h anzeigte (in einem Land wo alles mit mph gemessen wird recht unpraktisch) und wurde auf der Autobahn statt schneller nur lauter, wenn man auf das Gaspedal trat. Mit anderen Worten, wir waren nicht zufrieden und Papi konnte und wollte sich nicht vorstellen, mit diesem Wagen die Ostküste unsicher zu machen. Nach 45 Min auf der Autobahn drehten wir um und brachten das Auto zurück.

Bei Alamo zeigte man viel Verständnis für unseren Erfahrungsbericht mit dem Chevy und „rein zufälligerweise ist gerade ein Grand Jeep Cherokee zurückgekommen“.

Tatsächlich stand auch einer in der Garage, von dem Papi und ich uns zu 68% sicher sind, dass der auch vorher schon da war. Den himmelweiten Unterschied machte sich schon beim Verladen des Gepäcks bemerkbar. Zufrieden und glücklich fuhren wir wieder auf die Autobahn.

Am Flughafen hatte ich einen Flyer mitgenommen von einem Shopping Center auf dem Weg nach Niagara (bis jetzt noch unser Tagesziel). Dort fuhren wir als erstes hin und assen was zu Mittag und gingen Shoppen. Danach ging es über Nebenstraßen nach Niagara hinein.

Am Wasserfall parkten wir in einem Parkhaus und besuchten das Visitor-Center. Es war extrem regnerisch und recht kalt und wir hatten alle nur so mitteldicke Jacken mit. Für Nick kauften wir deshalb einen Anorak und eine Mütze. Der Rest entschloss sich freiwillig dazu, zu frieren. Zu Fuß spazierten wir nach Kanada und schauten uns die Fälle an. Es war nass und regnerisch und kalt und irgendwie… waren wir nur so mittelbegeistert. Oder zumindest nicht begeister genug, um hier zu bleiben oder zu übernachten. Nach zwei Stunden in Kanada kehrten wir in die U.S.A. zu unserem Auto zurück.


Blick von U.S.A. nach Kanada


Blick von Kanada nach U.S.A.

Schon zu Hause hatten wir uns vorgenommen, auf große Highways zu verzichten und eher kleinere Straßen zu nehmen, um die Umgebung und den Indian Summer besser sehen zu können. Deswegen nahmen wir jetzt eine kleinere und langsamere Straße den Lake Ontario entlang.

Und es war wunder-, wunderschön! Wenn man durch die Bäume den See sehen konnte, sah er aus, wie das Meer. An einem besonders schönen Örtchen hielten wir an. Das Wetter hatte sich mittlerweile etwas gebessert, es war zwar noch bewölkt, aber von Regen keine Spur. Vom historischen Pier in [ Olcott ] aus konnte man sogar die Skyline von Toronto sehen. Meinem Papa fiel das auf und er erwähnte das mir und Rory gegenüber (einer Inhaberin eines kleinen Trödelladens mit der ich mich in sofort anfreundete) und sie sagte, er wäre sehr schlau, selbst amerikanische Besucher seien oft verwirrt, warum vor der Küste dieses Meeres eine so große Ölplattform stehe.
[ Hier ist ein Artikel über Rorys Shop mit Bildern ]


Das Bild ist nicht von mir – führt aber zu einem guten Beitrag über Rorys Shop!

Ich kaufte ihren halben Laden leer (sie verkaufte Vintage-Kleidung und -Schmuckstücke) bzw. mein Vater kaufte für mich einen Claddagh-Ring (aus Buffy – ihr wisst schon!) und gab uns ganz viele Hinweise für kleine Inns und Bed & Breakfasts in der Umgebung. Das eine war noch in Olcott selber und wurde von einer alten Katzenlady geführt. Dieses war leider ausgebucht. Die Pension mit drei kleinen Bungalows auf der anderen Seite der Eighteenmile Creek, die die beiden Dörfchenhälften trennte, war leider nicht besetzt und als ich die Inhaberin anrief, entschuldigte sich diese, dass sie an diesem Abend in Niagara arbeitet und uns nicht einbuchen kann. Sehr schade. Etwas entäuscht aber trotzdem dankbar und froh über die Tipps und dieses wunder-, wunderschöne Fleckchen Erde, fuhren wir – schon leicht hungrig – weiter.

In einem Guide, den mir Rory freundlicherweise besorgt hatte, fand ich noch weitere kleine Ortschaften mit Inns. Doch diese an der Mainroad waren entweder geschlossen oder ausgebucht. Nach etwa 2 Stunden Fahrt wurden wir in Oak Orchard Creek fündig, was das Essen angeht. Das [ Black North Inn ] hatte zwar auch keine Betten mehr frei, doch es gab allerfrischeste Fisch-Gerichte und superleckere Burger, Salate und Chili Cheese Fries


Nicolas‘ Grilled Salad und meine Chili Cheese Fries mit Erbeer-Eistee

Nach der Reise durch die Hinterlande haben wir uns doch dazu entschlossen, Morgen schon in Albany sein zu wollen und auf dem Hwy 90 sind das laut unserer physischen Karte, die ich (neben dem eingebauten Navi) als Papis Lotse für die Navigation verwendete, nur ca. 4 Stunden bis New Yorks Hauptstadt.

Tatsächlich hatte auch die nächste Adresse [ Tillman’s Historic Village Inn ], das uns als der Größte und möglicherweise am ehesten „vakante“ Inn empfohlen wurde. Doch auch dieses war dicht. Es war Samstag Abend. Also… Gaben wir das Holiday Inn am Autobahnkreuz als nächstes Ziel ins Navi ein. Wir waren tatsächlich so satt und zufrieden, dass wir einfach nur noch ein Bett für die Nacht haben wollten und so ein Drive-thru Motel war eigentlich genau das Richtige dafür.

Im [ Hampton Inn ], das lustigerweise einfach 10 Meter vor dem angepeilten Comfort Inn lag, kriegten wir problemlos zwei günstige Zimmer (46 USD pro Zimmer und pro Nacht) und das W-Lan-Passwort und schliefen nach dem langen, langen Tag glücklich und zufrieden ein.

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