Sarah VS DJ Bobo: 0:1

teaserboboEs war an einem Feiertag mitten unter der Woche (gestern), als sich Jork von seiner besten Seite zeigte. Die Sonne schien und sorgte draußen für angenehme 20°C. Der beste Grund also, für mich, also Sarah, zu Hause zu bleiben und mich dem stets bedenkenswürdigen Feiertags-Filmprogramm hinzugeben.

Angefangen hat es eigentlich ganz gut mit „Joe’s Apartment“, einem Lieblingsfilm aus meiner Kindheit. Danach bin ich in den wohl einzigen Lindsay Lohan-Film (abgesehen von „The Canyons“) hineingerutscht, den ich bis dato noch nicht kannte. Die Sonne schien draußen herrlich vor sich hin und verwandelte mein Zimmer in einen lauschig warmen Ort der Zufriedenheit und mittelmäßiger Hollywood-Produktionen. Aufgrund der Wärme und des sich einstellenden Hungers war man verständlicherweise irgendwann zu faul, die Fernbedienung zu benutzen und blieb – wie es so oft vorkommt, wenn ich Animal Crossing spiele oder dem weißen Hasen folgend mich immer weiter in den Tumblr-Limbus nach unten scrolle, einfach am Sender hängen. Was auf „Just My Luck“ folgte, war „Beverly Hills Chihuahua“. Diesen Film hatte ich bisher natürlich noch nie gesehen. Aus Gründen. Ich erinnerte mich aber an die PR-Maschinen von damals, die vor allem durch meinen Landsmann DJ Bobo angetrieben wurde. Man kann nicht sagen, dass ich dem Film aufmerksam zugesehen hätte, aber ich lachte über die Szenen mit einem – eigentlich nicht so – schlecht animierten Iguana (ich liebe Echsen) und spitzte plötzlich die Ohren, als ich eine mir wahnsinnig bekannt vorkommende Stimme vernahm. Wenn das mal nicht René-…, dachte ich mir und googelte nach Montezuma (dem Charakter aus dem Film) und DJ Bobo (dem Künstlernamen meines im Verdacht stehenden Synchronsprechers) und tatsächlich. Der Schweizer Künstler lieh dem Film-Chihuahua seine Stimme.
Nun, was macht Sarah, die dem Film keine Chance oder Aufmerksamkeit geschenkt hat? Klar, gleich mal twittern. Und dann auch noch etwas Gemeines, denn irgendwann gegen Ende der 00’er und Anfangs der 10’er hatte ich mir aus heiterem Himmel den Eindruck angeeignet, DJ Bobo wäre nicht mehr cool.

Leider ist heute das hier passiert.

Twitter

Was sich sofort bei mir einstellte, war tiefe Scham. Wie kann ich nur auf Twitter über einen Schweizer Künstler herziehen. Noch dazu über einen so erfolgreichen. Und am allerschlimmsten: Über jemanden, den ich in der Schulzeit wahnsinnig geliebt habe. Und über den ich als Tochter von Angehörigen und Freunden der Schweizer Musik-Szene so stolz sein müsste.

Ich habe für den Rest des Monats ein schlechtes Gewissen und vielleicht, erinnere ich mich in ein paar Jahren daran zurück und schäme mich dann ein bisschen dafür. Das hätte ich auch verdient.

Ich werde nie wieder gemein zu Prominenten sein auf Twitter. Nur noch zu Bekannten. Jawohl.

Weiterführende Verweise:
DJ Bobo auf Twitter
DJ Bobo auf Facebook
DJ BOBO!!!

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