[ DVD ] Meine Top 10 Weihnachtsfilme

sadpug

Ja, ja, fast jährlich kommt wieder diese Zeit, in der Weihnachtsmärkte die Städte besiedeln, Christbaumugeln und Tannen-Gedöns Sachen verzieren und „Last Christmas“ von Wham! in der Endlosschlaufe läuft: Es weihnachtet. Normalerweise liebe ich diese besinnliche Zeit und freue mich auf den Heiligabend, an dem wir die Weihnachtsmesse mit dem stets amüsanten Krippenspiel besuchen, anschliessend im Wohnzimmer vor dem mit Kerzen geschmückten Baum mit einem Apéro anstoßen und dann die Geschenke auspacken, um dann das leckere Filet im Teig zu essen. So mochte ich auch die Adventszeit in Zürich, mit den zahlreichen Weihnachtsmärkten und das tolle Angebot an Weihnachtsleckereien, wie den Lebkuchen aus der Migros – die mit dem Papiersamichlaus drauf, oder Mailänderli, Chräbeli, Brunsli und Zimtsterne. Brunsli gibt es hier in Deutschland nicht. Tatsächlich hat noch niemand hier je von ihnen gehört. Ich mag es auch, wenn meine Mama den elektrischen Kerzenständer ins Fenster stellt und Kränze vor die Tür hängt. Sie baut auch jedes Jahr einen wundervollen Adventskranz, der schrittweise angezündet wird. Ich mag schrittweise Anzündungen von Sachen. Und ich mag es, wenn es im Dezember schneit. Ich hasse Schnee, aber im Dezember ist er okay. Hier in Deutschland ist er nicht okay. Hier ist der Schnee furchtbar. Er ist nass und kalt. In der Schweiz ist er puderig und es ist nicht so beißend kalt, sondern man kommt gut eingepackt warm durch den Winter. Hier in Deutschland hängt auch keine Weihnachtsdekoration im Fenster oder an der Tür oder irgendwo. Unser Haus ist so kalt und unweihnachtlich wie die steife Hamburger Brise aus dem Westen. Wenn es nicht einmal Mariah Carey schafft, mich am zweiten Advent in Weihnachtsstimmung zu versetzen, dann läuft was schief. Und das ist seit ich in Deutschland wohne der Fall. Deswegen musste ich die schwereren Geschütze auffahren, um halbwegs glücklich durch die Adventszeit zu kommen: Weihnachtsfilme. Und das hier sind meine 10 liebsten Produktionen, die mein Herz zumindest für 90 Minuten in die wunderschöne Welt „of Christmas Past“ entführen.

Dies ist nicht die Reihenfolge, in der ich die Filme am liebsten mag, ich mag sie nämlich alle, sondern die, in der sie mir in den Kopf geschossen sind. Also, jetzt geht’s los.

// Schöne Bescherung // Christmas Vacation, 1989 //

Ja, dieser Film ist ein absolutes Muss, jedes Jahr. Ich lache mittlerweile immer an denselben Stellen, aber ich lache und das, obwohl ich den Film schon unzählige Male gesehen habe. Der Klassiker unter den Weihnachtsfilmen und der beste Streifen über die Familie Griswold.

// Die Familie Stone – Verloben verboten! // The Family Stone, 2005 //

Diesen Film mag ich vielleicht von allen am meisten. Überraschend, ja, denn eigentlich verabscheue ich alles mit Horseface Sarah Jessica Parker. Aber die Rolle der kalten, fiesen Business-Frau passt zu ihr. Der Film hat eine wunderbare Message und ein wahnsinnig, wahnsinnig trauriges Happy-End. Klingt leicht widersprüchlich, doch wer den Film (oder die ersten 20 Minuten von „Up!“) kennt, versteht, was ich meine. Ein tolles modernes Weihnachtsmärchen mit liebenswerten Charakteren und einer schönen Weihnachtsgeschichte.

// Drei Haselnüsse für Aschenbrödel // Tri orísky pro Popelku, 1973 //

Ja, ich bin tief innen drin wohl ein Mädchen. Und ich mag dieses polnische Märchen seit ich 9 war unglaublich gerne. Das liegt daran, dass mich meine Mama damals schon fast dazu gezwungen hat, es zu gucken. Genau wie Sissi. Doch im Gegensatz zur enorm langen Kaiserinnen-Saga, konnte ich Aschenbrödel nicht wiederstehen und so landet die DVD, die ich für 4.95 EUR in einem Weltbild-Laden in Konstanz spontan erworben habe, jedes Jahr in meinem DVD-Laufwerk.

// Tatsächlich… Liebe // Love Actually, 2003 //

Diesen Film und mich verbinden mehr Sachen, als ich hier darauf eingehen möchte. Doch er zählt seit 2003 zu meinen absoluten Lieblingsfilmen überhaupt. Da er aber aus rein persönlichen Gründen so hoch bei mir im Kurs steht und aufgrund seines fantastischen Soundtracks, taucht er sonst eigentlich nie unter meinen liebsten Filmen auf. Zur Weihnachtszeit sind die Kurzgeschichten mit den absolut liebenswerten Charakteren jedoch immer so passend, dass ich den Film jährlich im Advent mindestens einmal gucken muss. Herrlich. Britisch.

// Das letzte Einhorn // The Last Unicorn, 1982 //

Als Kind wollte ich den Film immer gucken, weil ich ein riesiger Einhorn-Fan war (Harrison Ford und Einhörner waren meine liebsten Dinge auf der ganzen Welt), wollte ich den Film dauernd gucken, doch die Harpyie, die Räuber, König Haggard und der rote Stier flößten mir zu viel Angst ein. Mittlerweile kann ich den Film gucken, ohne Albträume zu kriegen und ich finde ihn nach all den Jahren auch immer noch schön. Auch wenn mir die psychedelischen Elemente mittlerweile sehr bewusst sind und ich die Romanvorlage mehr mochte, die ich vor vielen Jahren gelesen hab. Es ist ein schöner Film und obwohl er nichts mit Weihnachten zu tun hat, juckt es mich stets zur Adventszeit in den Fingern, die DVD einzulegen.

// Die Glücksritter // Trading Places, 1983 //

Ich kenne den Film zwar erst seit drei Jahren, doch er gehört zu meinen absoluten Favoriten – nicht nur, was Weihnachtsfilme angeht. Trading Places sollte man gucken, ohne etwas darüber gehört oder gelesen zu haben (wenn es geht), es lohnt sich. Ein toller und absolut lustiger Film, mit der großartigsten Lachs-Szene der Welt.

// Der Weihnachtsmuffel // Nativity, 2009 //

Ein ganz toller, britischer Film. Eigentlich sollte den jeder mögen. Aber keiner kennt ihn. Schade. Toller Film. Muss man in Englisch gucken.

// Stirb Langsam // Die Hard, 1988 //

Der besinnlichste und weihnachtlichste aller empfohlenen Filme. Trotzdem gucke ich den das ganze Jahr über. Und zwar mehrmals. Alan Rickman spricht darin Deutsch. Damit ist eigentlich genug gesagt. Und der Fahrer der Limousine heißt Argyle. Important.

// … und täglich grüßt das Murmeltier // Groundhog Day, 1993 //

Ja, ich weiss, es ist kein Weihnachtsfilm. Ja, ich weiss, viele kennen den schon. Trotzdem gönne ich mir diese DVD immer zur Weihnachtszeit und irgendwie ist die Story ja ähnlich der von Scrooge. Für mich ist das ein Weihnachtsfilm und ich finde ihn absolut fantastisch. High Five, Ned!

// Doctor Who: A Christmas Carol, 2012 //

Zurück zu den weihnachtlicheren Weihnachtsfilmen. Obwohl ich kein großer Fan bin vom 11. Doktor, mag ich die Staffeln mit den Ponds sehr. Und dieses Weihnachtsspecial war tatsächlich das erste, das mir ganz ehrlich gefiel. Auch hier spielt die Musik eine große Rolle und Michael Gambon trägt den kompletten Film praktisch alleine. Die Geschichte ist – wie der Titel schon sagt – dem Christmas Carol sehr ähnlich. Nur ein bisschen anders. Es ist eine wunderschöne Liebes- und Weihnachtsgeschichte, die perfekt in die besinnlichste Zeit des Jahres passt.

Oh, das waren ja schon 10 Filme! Nun, das muss reichen, um erfolgreich durch die Vorweihnachtszeit zu kommen, oder? Ich begebe mich jetzt zum Jorker Weihnachtsmarkt und gönne mir – wie es sich für Jork gehört – einen warmen Apfelpunsch!

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