Dream Theater: Dream Theater

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So, ich muss mal was los werden. Ich habe mich gestern verliebt. Und zwar Hals über Kopf. Oder wie man so sagt. Ja, es stimmt, ich habe eventuell die letzten Monate über ein bisschen oft über Filter gesprochen oder deren neues Album The Sun Comes Out Tonight. Deswegen habe ich auch schon damit begonnen, meine Jahreszusammenfassung zu den besten Alben 2013 zu schreiben. Dieses Jahr gab es ja so viele Alben, auf die ich mich gefreut habe, aber es passiert auch, dass plötzlich mal eine Band unverhofft reingrätscht. Wie Depeche Mode zuletzt, die ich eigentlich gar nicht groß gehört hab in meinem Leben (bis auf „Dirt„, welches sich 2002 schnell zu meinem Lieblingslied des Resident Evil-Soundtracks entwickelt hat) und dann plötzlich drei meiner meist-gehörtesten Songs dieses Jahres herausbringen. Jetzt kommt plötzlich eine Band zurück, die ich noch früher als Depeche Mode kennen gelernt hab, eine, mir der ich großgeworden bin. Eine aus meiner Kassetten-Zeit.

Dream Theater! Und die bringen diesen Freitag (also Übermorgen) ein neues Album raus namens Dream Theater! Sehr kreativ, Dream Theater!

Jetzt kommt aber das Problem, das ich mit dieser CD habe: Sie ist verdammte Scheiße richtig, richtig gut. Und ich meine nicht das „Little River Band – Cuts Like a Diamond„-gut, das irgendwie trotz Auto-Tune dank der Retro-Klänge bestenfalls als akzeptabel durchgeht, oder das Nik Kershaw-gut, der 2012 mein persönliches Jahres-Album herausgebracht hat und der heute noch genau so gut klingt wie vor 100 Jahren. Ich meine richtig, mindfuckmäßig, ich spring aus meinem Stuhl und tanze einmal um den Schreibtisch-gut! Ich mach das mal fett, damit ihr das auch wirklich mitkriegt.

Wenn euch das erste Stück – die False Awakening Suite (ja, der Name ist episch, aber diesem Stück härtesten Prog nicht mal annähernd würdig) nicht direkt vom Hocker haut müsst ihr auch nicht weiterhören, wendet euch anderen Dingen im Leben zu, die euch glücklich machen, wie das Striegeln der Haare eurer Barbies oder das Waschen eurer My Little Pony-Figuren. Leider geht die CD genau gleich gut weiter mit einem hammerharten Stück geilster Scheiße, die dieses Jahr meine lärmgeschädigten Öhrchen füllen durfte: The Enemy Inside. Jetzt sind wir tatsächlich schon bei zwei absoluten Lieblingsliedern von mir im Jahr 2013. Und das OBWOHL die neue Filter-CD eine der besten EVER ist, ich zum ersten Mal ein gutes Lied von U2 und zum ersten Mal Army of Anyone gehört habe (an dieser Stelle buhe ich mich selber aus, weil ich mein halbes Leben lang ein Fan der Stone Temple Pilots war, mit einer großen Abneigung gegenüber Scott Weiland (ja, ja, schlagt mich, nein wartet, fickt euch)). Total und absolut geflasht von den beiden ersten Songs – jetzt ohne Scheiß, mir wurde beim Zuhören ganz heiß und ich zog zum ersten Mal seit Wochen meinen Pulli aus, den ich über dem obligatorischen Filter-Band-Shirt trage – gab ich mich dem Album total hin und war einfach nur glückselig, bis die ersten Takte von Illumination Theory (dem letzten Stück des Albums) aus den Lautsprechern drangen. Ab da befand ich mich auf einer komplett neuen Ebene, die irgendwo über der absoluten Glückseligkeit, Zufriedenheit und musikalischer Erfüllung liegt. Was für ein gottverdammtes Brett von einer wirklich perfekten eigenen Genre-Ausführung. Ich hörte hin und wurde sofort deprimiert, weil ich wusste, dass ich diese 22:16 Minuten zum letzten Mal zum ersten Mal in meinem Leben genießen darf.

Mehr bleibt dazu eigentlich nicht zu sagen: Das Album Dream Theater von Dream Theater erscheint am 20. September 2013 und ich kann es mir zurzeit nicht leisten, deshalb hoffe ich, dass es das Prachtstück möglichst bald auf Spotify zu hören gibt, damit ich nicht vor Sehnsucht verzweifle, bevor ich mich zu Remedy Records begeben und das Album als Doppel-CD (mit 5.1-Version in der Deluxe-Edition in meine Sammlung aufzunehmen kann.

[ Und gehört habe ich dieses Stück der göttlichsten Scheiße 2013 via RockHard über Soundcloud. Hier klicken. ]

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