[ TV ] Gute Serien (Drama)

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Ah, gestern kam sie wieder. Die Frage nach guten Serien. Einerseits schrieb mich @Suffkopp auf Facebook an und wollte wissen, von welcher britischen Serie ich Samstag nochmal gesprochen hätte, die nicht Sherlock und nicht Dr. Who war. Da ich mir ziemlich sicher bin, dass ich ausgesprochen selten über andere Themen als Val Kilmers Batman, Harrison Ford, FILTER, Sherlock oder Dr. Who spreche, wusste ich nicht, welche Serie ich gemeint haben könnte, aber mir fiel spontan nur eine gute Serie ein, die ich zurzeit jedem und jeder empfehle:

B R O A D C H U R C H

Die ITV- Mini-Serie spannt sich über acht Folgen und erzählt die Geschichte eines kleinen Dorfs  an der britischen Küste (das auffällig stark an mein geliebtes Broadstairs erinnert (es heisst Broadstairs wegen der breiten Treppe, die von den Klippen zum Strand runter führt)), das durch einen schlimmen Mord aufgerüttelt wird. Tatsächlich möchte ich nicht mehr der Geschichte preis geben als nötig, denn diese trägt die komplette Serie und die Charaktere. Die Charakterentwicklung ist britisch und absolut perfekt. Man sinkt ein in die Welt der besorgten Mutter, des Verdächtigten, des besten Freundes des Opfers und des Ermittlers, der von eigenen Dämonen heimgesucht wird. Das Ende ist bitter, aber abgeschlossen, auch wenn die zweite Staffel da schon fest stand. Auf die Serie gekommen bin ich über David Tennant, der den geplagten Ermittler spielt und Arthur Darvill, der den Dr. Who Fans bestens bekannt ist, als Rory the Roman. Wer diese Serie noch nicht gesehen hat, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, ich brauchte zwei Abende, was bedeutet, dass ich einen quälend langen Tag über die Ereignisse in Broadchurch nachdenken konnte oder besser – musste. Es war schlimm. Die Serie ist fantastisch. Und wie gesagt, muss ich eine leichte Warnung aussprechen; „Broadchurch“ beinhaltet Momente, die sich gegen den eigenen Willen einbrennen.

Dann hab ich mich gestern mit einer Freundin getroffen, die sich ebenfalls erkundigte, was für gute Serien zurzeit da sind. Offenbar sind wir bei Detective Conan ungefähr auf demselben Stand – können aber nicht darüber sprechen, so lange wir uns nicht 100% sicher sind. Und – ihr kennt mich zwar anders, aber – in Sachen Black Organization möchte ich ernsthaft nicht gespoilt werden! Nun, Broadchurch habe ich ihr empfohlen, obwohl sie Krimis nicht so gerne mag, und anstatt „Shingeki No Kyojin“ hätte ich besser Folgendes gesagt:

P A R A D E ‚ S    E N D

„Parade’s End“ lief kürzlich auf ARTE. … Oder war es ZDF? Wie auch immer, ich fand die Serie auf Anhieb nicht besonders gut, doch ich gebe zu, ich bin hängen geblieben wegen Benedict Cumberbatch. Ab der zweiten Folge hat sich dies bereits gelohnt und ich konnte den ganzen Sonntag lang plötzlich nichts anderes mehr machen, als mich komplett auf „Parade’s End“ zu konzentrieren. Die Serie kam mir vor wie eine Mischung aus „Downton Abbey“, „Band of Brothers“, „An Education“ und „Sense & Sensibility“ von 1995. Ein wunderbares schönes Drama, hervorragend gespielt (außer Rebecca Hall, die offenbar nur eine Sorte Mensch spielen kann („The Awakening“ habe ich noch nicht gesehen), sehr emotional und trotzdem nicht langweilig. Und sie wird trotz Happy Ends kein einziges Mal kitschig.

Nun, wenn ich diese beiden Mini-Serien schon erwähnt haben (ein sehr irreführender Begriff eigentlich, aber egal), darf eine Dritte nicht fehlen:

T O P   O F   T H E   L A K E

Kennt ihr Elisabeth Moss? Ich kenne sie wegen ihrer Rolle als Peggy Olson aus „Mad Men“. Nun, ich mag Elisabeth Moss. Und ich mag David Wenham. David Wenham kennt ihr wahrscheinlich aus der „Herr der Ringe“-Trilogie bzw. aus zwei Filmen derer, er verkörperte dort Faramir. Sie beiden spielen zwei von den unzähligen Hauptrollen in diesem überaus sensiblen, vorsichtigen und doch ereignisreichen und brutalen Drama. Die Story genießt man am besten ohne irgendetwas darüber zu wissen, so nehmen einen die Drehungen und Wendungen unnachgiebig mit. Warum ist diese Serie so speziell? Neuseeland. Die unheimliche Schönheit, aber auch die wirklich – ich verwende das Wort nur ungern in einem ernstgemeinten Kontext – asoziale Gesellschaft, die in dieser Serie porträtiert wird machen die Serie zu einem einzigartigen wundervoll grauenhaften Bildnis eines weit, weit entfernten Landes. Uneingeschränkte Empfehlung von mir, mit dem Hinweis, dass ich hier definitiv Untertitel gebraucht habe, da ich mit Neuseeländisch nicht so vertraut bin und mehrmals Schwierigkeiten hatte, die Sprache zu verstehen.

So, wer diese Serien schon gesehen hat, darf sich furchtbar gerne bei mir melden, denn sie alle geben sehr viel Diskussionsstoff her und ich freue mich immer, über Serien schnacken zu können. Und wer sie noch nicht gesehen hat, findet vielleicht sogar die eine oder andere Empfehlung hier gut. Hoffentlich. :)

2 Antworten zu “[ TV ] Gute Serien (Drama)

  1. Super Empfehlungen! :] Broadchurch und Parade’s End habe ich schon vor einer Weile lieben gelernt, und mit Top of the Lake gerade angefangen. Bin wirklich sehr gespannt darauf, wie sich alles entwickelt.

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