Katze.

katze

Es gibt da diese ungeschriebene Regel, dass meine Katze, die ich in der Schweiz zurückgelassen habe, als ich nach Deutschland ausgewandert bin, immer bei mir schläft, wenn ich sie besuche. Egal wo ich schlafe, egal wie viele Leute im Zimmer schlafen. Leila besteht darauf, sich Nachts irgendwo niederzulassen, wo ich mich irgendwie um sie herum arrangieren darf.

Vorgestern verbrachte ich meine erste Nacht in der Schweiz. Irgendwann gegen 02:00 Uhr Morgens wurde ich durch lautes Miauen geweckt, das durch die geschlossene Balkontür schallte. Zu müde und ganz offen zugegeben zu faul aufzustehen, blieb ich liegen. Ein Stockwerk weiter unten gibt es eine grosse Katzentür, die ins Haus führt. Nimm die, Katze. Wackere zehn Minuten später miaute es dann vom Haus-Haupteingang. „Gnaahrg!“, sprach ich weise und stand auf, um die Haustür aufzuschliessen und die Katze rein zu lassen. Natürlich war sie schneller in meinem Bett als ich und hatte sich in die Mitte der Decke gelegt. Ach, wer braucht schon Decken. Ich durfte mich an den Rand des Bettes legen und bin eingeschlafen.

Gestern Nacht ging mitten in der Nacht genau der selbe Rabatz los. Nur weil wir sie im Urlaub alleine gelassen haben und sie unsere Liebe tagsüber klever ausnutzt um extra viele Streicheleinheiten, Futter und lebendige Kratzbäume zu erhalten, muss das nicht bedeuten, dass wir auch nachts ihre Sklaven sind. Ich blieb liegen. Nicht aus Müdigkeit, nicht, weil ich zu faul war, sondern aus bewusstem Trotz. Du hast mir nichts zu sagen, Katze. Du nicht.

Plötzlich hörte ich, wie im Flur eine Schlafimmertür aufing. Schritte. Schlüssel. Die Haustür geht auf. Das Trappeln von kleinen Katzenfüssen. Miauen. Meine Tür geht auf. Etwas schweres springt in mein Bett. Ich strecke die Hand aus, um Katze zu streicheln.

Sie ist durchnässt bis auf die Knochen. Und sie liebt es, in einem warmen Bett trocken gestreichelt zu werden. Och, Katze.

Post Scriptum: Natürlich hat sich die Katze nicht mal dazu bewegt, die Schnake zu killen, die mich die ganze Nacht an meinem Blut gütlich getan hat und am Morgen neben meinem Kopfkissen stand und mich beim Schlafen beobachtete, bevor sie wegflog. Tiere. Man muss sie lieben.

Eine Antwort zu “Katze.

  1. Mir hats nicht gefallen.. Deshalb muss man auch mal hart sein und die Katze aus dem Bett befördern.

    Hab eine sehr sanfte Methode: Die Decke auf der sie liegt in Richtung Rand ziehen und langsam ablassen ;) Wo anders hintragen, sanft runterdrücken, streicheln bis sie einschläft. Klappt!

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