Bis ans Ende der Welt

Je öfter ich das Wort „Weltuntergang“ oder „Maya“ in den Medien lesen musste, desto genervter war ich. Doch als ich plötzlich eine Schlagzeile endeckte, die „When the world ends“ beinhaltete, wurde ich 10 Jahre in der Zeit zurückgeworfen. Damals, als ich noch zur Schule ging und mir jeden Blockbuster im Kino mehrmals anschaute, gab es einen Song, der mich das ganze Jahr über begleitet hatte. Er hiess „When The World Ends“ von Dave Matthews. Und plötzlich fiel mir noch ein Lied zum selben Thema ein, das ich gerne mag und dann noch eins! Deshalb findet ihr jetzt hier bzw. auf Spotify

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Fangen wir an mit etwas Leichtem: Meinem Wunsch nach der kompletten Ausradierung des Seins. Dazu eröffnet Apocalypse Please von Muse mit einem Krachen die Playlist. Als nächstes haben wir dann meinen Lieblingssong von vor 10 Jahren, den ich damals auch auf dem Klavier nachspielen konnte. Ob ich When The World Ends von Dave Matthews heute noch hinkriege, ist fragwürdig. Einer meiner Lieblings-Peter Gabriel-Songs (davon gibt es eine Menge) ist „Here Comes The Flood“. Leider ist die Ballade über das jüngste Gericht nicht auf Spotify zu finden, dafür eine schöne Version von Here Comes The Flood von Dune. Fahren wir direkt mit einem etwas ruhigeren Lied fort, das ebenfalls von einer Dame vorgetragen wird. Und zwar ist es das besinnliche Towards The End von Within Temptation. Und da wir gerade schon in einer Metallig angehauchten Umgebung gelandet sind, geht es weiter mit den zwei Evergreens Countdown To Extinction von Megadeth und The Number Of The Beast von Iron Maiden.

Einer der größten Musiker der Welt holt uns aus diesem lauten Sumpf wieder heraus und wer die Verbindung von hartem Metal und dem folgenden Lied versteht, hat eine Kerbe bei mir im… Holz? Sagt man das so? Jedenfalls mag ich Zombiefilme, deshalb an dieser Stelle The Man Comes Around von Johnny Cash. Naja, Johnny Cash kündigt das Ende der Welt nur an und erklärt sozusagen die Quelle, den physischen Beginn des Zerfalls erklärt euch anschliessend It’s The End Of The World As We Know It (And I I Feel Fine) von R.E.M. Womit sich R.E.M. recht wohl zu fühlen scheint, verwirrt die Kollegen von Genesis. Deswegen heisst ihr Apokalypse-Hit auch Land of Confusion von Genesis. Falls euch bisher nicht klar war, dass sich dieser Song (sehr) um das Ende der Zivilisation dreht, hättet ihr vielleicht den nächsten Radiohit auch nicht dort eingeordnet. Aber er fiel mir sofort ein, als ich etwas länger über das Thema nachdachte und ich finde ihn auch immer noch gut: 1999 von Prince. Von jemand anderem wurden Princes Gedanken auch gleich noch eine Runde weitergeführt und zwar mit Gimme Shelter von den Rolling Stones. Ich mag die Stones zwar nicht besonders gerne, aber das Lied, deswegen durfte es mit rein. Da der Songtext eher panischen Inhalts ist, muss die nächste Band ran, um den Greisen zu erklären, dass sie sich zusammenreissen sollen: (Don’t Fear) The Reaper von Blue Öyster Cult. In diesem Song kommt die Cowbell eindeutig nicht genug zum Zug, deswegen schnappe ich mir gleich noch eine Band aus derselben Epoche dazu und zwar mit Bad Moon Rising von Creedence Clearwater Revival. Während CCR das Unglück prophezeien, zeigt sich ein anderer Kollege mit Gitarre und Hornbrille noch ganz geduldig. Waiting For The End Of The World von Elvis Costello musste einfach mit in die Liste. Dieser Song wurde mir vor gefühlten Tausend Jahren von einer Freundin gezeigt und genau sie (sie ist enorm cool und besucht mich regelmäßig in meiner neuen Wahlheimat) hat mich auch der folgenden Band näher gebracht. Deren Song kannte ich vom „Red Planet“ Soundtrack, doch erst seit der Schulzeit zählt er auch zu meinen geschätzt 100 Lieblings-Police Songs: When The World Is Running Down von The Police. Bevor wir uns aus der Vergangenheit wieder in die Moderne zurückarbeiten, fiel mir noch ein Song ein. Er beschreibt zwar nicht das Ende der Welt (kann man aber bestimmt auch so interpretieren), doch er spielt eine wichtige Rolle in einem Buch, das sich um das Ende der menschlichen Rasse dreht. Wenn man es so interpretieren möchte. Naja, zumindest laut Scientology. Die Rede ist von „Tommyknockers“ und somit (na, wer weiß es?) For What It’s Worth von Buffalo Springfield. Everyday Is Like Sunday von Morrissey ist zwar kein generelles Lieblingslied von mir, aber eins der einzigen einigermassen akzeptablen Songs von Morrissey. Zumindest derzeit noch, denn ich versuche wirklich, ihn zu mögen, weil ihn jemand mag, den ich mehr mag, als alles andere auf der Welt. Das wird schon noch. Im selben weinerlichen Stil geht’s weiter mit dem Soundgarden-Kollegen Chris Cornell. Ihm verdanke ich ebenfalls eine kleine Zahl an Lieblingsliedern, die sich für meine Stimmlage perfekt zum Nachsingen eignen, und Preaching The End Of The World von Chris Cornell ist eins der Tollsten. Chris Cornell ist heiß. Also Äußerlich jetzt. Und welcher andere düstere Geselle, der die Frauen verzückt, fällt uns da spontan ein? Trent Reznor. Musste ja kommen. Eigentlich ist sein Weltuntergangs-Song eher The Downward Spiral, aber ich hab mir ein anderes Lied des Albums ausgesucht. Closer von Nine Inch Nails beinhaltet das, was ihr tun solltet, falls uns das vorzeitige gemeinschaftliche Ende tatsächlich mal droht. Und weil gerade das doch eigentlich der Sinn des Lebens und der Hauptgrund des menschlichen Seins ist (jetzt meine ich das Kinder-kriegen, ihr Ferkel) muss ich dementsprechend melancholisch und ängstlich fortfahren und zwar mit dem wunder, wunderschönen The Infinity von Five Point O. Vielleicht werden wir alle zu Zombies, vielleicht sterben wir in einem nuklearen Winter, vielleicht werden wir innerhalb eines Augenblicks von einem dunklen Loch verschluckt, vielleicht explodiert aber auch einfach die Sonne. Und weil wir uns dann mit einem Knall verabschieden, kommt zum Ende Doomsday von Nero.

Aber ist es wirklich das Ende? Sterben wir alle und dann ist es einfach aus? Und warum fehlen noch die ganzen von Sarahs klassischen Lieblingsbands? Weil The End von The Doors natürlich immer zum Schluss kommt.

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