Mein Bekenntnis zum Geektum

Ich verfolge keine höheren Ziele, aber habt ihr euch je den Quelltext der Webseite von Jung von Matt angeguckt? Das ist mittlerweile nicht mehr so einfach, weil sie auf eine Flash-Seite umgestiegen sind. Aber ihr könnt mir glauben, wenn ich sage, dass eines ihrer SEO-Wörter „worldforce“ ist. Ich mag das Wort. Worldforce.

So, genug philosophiert. Die lieben Kolleginnen von GeekSisters.de haben eine kleine Weblogumfrage gestaltet. Da man da Fragen über sich selbst beantworten kann und das jeder Blogger instinktiv gerne tut, lass ich mir die Gelegenheit auch nicht nehmen. Ich hebe deshalb auch noch mal hervor: Ich verfolge keine höheren Ziele.

1. Was macht Dich zum Geek?

Dieser Blog. Und alles was in diesem Blog zu finden ist. Und ich schätze im Grunde genommen auch die Tatsache, dass es für mich immer „der Blog“ heißt und heißen wird. Denn ein Geek ist jemand, der auch grundsätzlich alles ein bisschen besser weiß. Oder zu wissen weiß. Oder zu wissen glaubt. Sucht euch was aus.

Ich habe das Wort mal gewikipediat:

Geek [giːk] (engl. umgangssprachlich für Streber, Stubengelehrter) bezeichnet heute allgemein eine Person, die sich durch großes Interesse an wissenschaftlichen oder fiktionalen Themen auszeichnet, die üblicherweise elektronischer (vgl. Computerfreak) oder phantastischer Natur sind. Seiner Herkunft nach bezog sich der Begriff ursprünglich auf Menschen, die durch absonderliche Taten auffällig waren (vgl.Freak).

Ein Streber war ich, weil ich es sein musste, um mitzuhalten. Wissen das mich nicht interessiert, fliegt mir nicht zu, deshalb musste ich es mein Leben lang hart erarbeiten. Zu für mich uninteressanten Themen zählten leider (und zählen noch immer) Mathematik, Geometrie, Rechenwesen, Wirtschaft, Politik und Latein. Großes Interesse an wissenschaftlichen Themen ist seit meiner Kindheit da. Das hab ich nicht nur der P.M. zu verdanken, sondern auch meinen Eltern, die mich sehr schnell mit den Büchern von Michael Crichton bekannt gemacht haben. Und auf der anderen Seite waren da die ganzen Science-Fiction Romane von Isaac Asimov, H.G. Wells und Jules Verne, die ich verschlungen habe. Und damit ist mir schon die perfekte Überleitung zur Fiction gelungen: Natürlich bin ich sowohl an elektronischer als auch phantastischer Fiktion interessiert, was ich wohl keinem beweisen muss – was ich jedoch auch keinem zu verdanken habe, denn eins der ersten Bücher, die ich besaß war ein Lexikon über Fabeltiere. Meine Fantasy-Ader war somit auch gelegt und die sechs Herr der Ringe-Bücher von Klett-Cotta blitzschnell verschlungen. Dies führte zwangsweise dazu, dass ich eine Ausbildung zur Bibliothekarin gemacht habe und somit auch den Unterschied kenne zwischen Phantastischer Literatur und Fantasy.

Würde man meine heutigen Mitarbeiter auch fragen, ob ich ein Geek bin, ich denke, sie würden antworten, dass ich durchaus ein Mensch bin (okay, das vielleicht nicht), der durch absonderliche Taten auffällig ist (vgl.Freak).

2. Wie bist Du zum Geek geworden?

Meine Eltern, die Freunde meiner Eltern, meine Brüder und meine Freunde waren Schuld. Definitiv. Alle zusammen. Vielleicht aber auch die Tatsache, dass ich schlichtweg in den Neunzigern aufgewachsen bin und somit auch das Erwachsenwerden der elektronischen-Kommunikation und Unterhaltung miterleben durfte. Natürlich leider nicht die komplette Geschichte der Videospiele, da meine erste eigene Konsole erst der SNES war. Überhaupt habe ich sehr viel bei Freunden gespielt. Lea hatte einen NES. Felix hatte eine PlayStation 2 und einen N-64, Steffi hatte den guten PC, den DS und den Gamecube und ich war die Xbox-Spielerin – dank meinem Bruder, der die quadratische schwarze Konsole angeschafft hat.

3. Wie wirkt sich Dein Geektum auf Dein Leben aus?

Nach meiner Ausbildung zur Bibliothekarin und Archivarin wollte ich nur noch eins: Spieleredakteur werden. Ist das wirklich ein Beruf? Manchmal wirkt das so. Kann man davon leben? Kommt drauf an, wie wenig du brauchst. Ich durfte ein Praktikum bei GameOne machen, bin danach zur GEE (das war mal ein vollformatiges wundertolles Spiele-Magazin), durfte dann ein paar Monate zum SCREEN DVD Magazin und habe am Schluss im Rahmen meines Volontariats den Nintendo Kanal betreuet. Schön war’s und ich habe es geliebt. Erfasst, wie die Branche funktioniert, habe ich jetzt ein bisschen. Mich neu orientieren und sie verlassen möchte ich eigentlich nicht – obwohl ich zurzeit etwas anderes machte. Ich betreue jetzt hier ein bisschen Social Media und mache dort ein paar TV-Beiträge. Mir fehlen aber meine Mit-Geeks und Nerds und Spieleconnaisseure aus der Branche, die ich über die sehr wenigen Jahre sehr viel lieb  gewonnen habe.

Das bedeutet, ich arbeite zurzeit hart an meinem Geektum und an einem guten Plätzchen zurück in der Nerdwelt. Ich verfolge also keine höheren Ziele. Ich möchte nur gewinnen.

Eine Antwort zu “Mein Bekenntnis zum Geektum

  1. Pingback: Heldengalerie des Geektums Teil 2·

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