[ KINO ] Fantasy Filmfest: Les Reviews


So, das war mal ein zünftiger Kinosamstag. Ich war ja am Sonntag sehr versucht, noch mal nach Hamburg zu fahren für doch die Faulheit gewann. Wie immer. Unterschätzt nicht die Faulheit, sie ist stark. Jedenfalls folgen hier jetzt 3 sehr kurze und bündige Reviews ohne Punkt- oder Prozentbewertung, weil ich so einen Scheiß hasse und es sowieso keinen Sinn macht. Nächstes Jahr ist eins jedoch sicher: Ich nehme eine Woche Urlaub für das FFF.

Blind Alley (2011)

„El Callejòn“, wie die Spanisch / Kolumbianische Co-Produktion heißt, hat einen tollen Anfang. Der besteht nämlich aus einem psychedelischen 60er / 70er Jahre-Tanz der Hauptdarstellerin. Ein bisschen Tarantinoesk auf den ersten Blick, doch cleaner. Und Ana de Armas, die dunkelhaarige Schönheit, ist wirklich heiß. Von mir aus hätte der Vorspann also auch gerne 96 Minuten dauern dürfen. Leider geht dann die Story los und zwar war die Protagonistin Rosa bei einem Vortanzen, um ihrem langweiligen Job als Hotelreinigerin zu entfliehen. Da sie auch aus einer unglücklichen Beziehung zu entkommen versucht, ist ihre einzige Bezugsperson zurzeit ihre Schwester, mit der sie zusammen wohnt. Auf dem Weg nach Hause erhält sie den erlösenden Anruf; Sie hat es in die nächste Runde geschafft und darf noch mal vortanzen. Leider informiert sie ihre Schwester auch darüber, dass ihre Waschmaschine kaputt ist und so muss Rosa schnell einen Laundomat finden, um ihre Kleidung für Morgen zu waschen. Gut gibt es bei ihr direkt um die Ecke einen 24h-Waschsalon. Dass sie dazu aber eine sehr dunkle Gasse durchqueren muss, passt ihr nicht so. Zurecht, denn dort scheint einiges Ungeheuerliches vor sich zu gehen. Sie schafft es jedoch unversehrt in den Waschsalon und dieser wird auch zum Hauptschauplatz des restlichen Filmes, als dort plötzlich ein mysteriöser Fremder in schwarzer Kleidung auftaucht…

Der Film ist nicht das, was man erwarten würde. Vieles dreht sich um die Gefühlswelt der Hauptdarstellerin, was zugegebenermaßen nicht sonderlich interessant ist, aber sie ist ja so süß, da ist das auch egal. Der Film nimmt jedoch plötzlich sehr trashige Züge an, fügt hie und da ein paar verstörende Bilder ein, wo sie nicht hingehören und baut einen tollen Spannungsbogen auf um diesen sofort wieder über den Haufen zu werfen um eine völlig andere Story daraus zu knüpfen. Was soll ich sagen, mir hat der Film gefallen und meiner Ansicht nach wurde alles richtig gemacht. Ein sehr netter (damit meine ich wirklich nett und freundlich) kleiner Horrorfilm für einen verregneten Sonntagabend.

Cleanskin (2012)

Über Cleanskin möchte ich nicht zu viele Worte verlieren. Der mit Abstand beste Film des Tages kann ich jedem empfehlen, der Politthriller mag. Man könnte ihn als eine Mischung aus „Homeland“, „The Shadow Line“ und einer Prise „Four Lions“ bezeichnen, mit einem Hint „Taken“. Sean Bean spielt seine Rolle natürlich perfekt. Diesen Film dürfte nicht jeder auf der Uhr haben, allerdings lohnt der sich wirklich und unterhält viel zu gut, denn er geht wahnsinnig schnell vorbei. Über die tatsächliche Aussage lässt sich natürlich streiten und ich kann mir auch vorstellen, dass dieser Film durchaus als Umstritten angesehen werden kann, auch in Anbetracht der Tatsache, wer ihn geschrieben und gedreht hat. Allerdings kann man am Schluss sowieso nicht sagen, wer jetzt gut und wer böse ist. Aber Sean Bean lebt und das ist in Fan-Kreisen bestimmt auch eine durchaus beachtliche Tatsache. Wie dem auch sei: Ich würde ihn mir sofort noch mal angucken. Uneingeschränkte Empfehlung, auf jeden Fall!

Ach und falls ihr andere Filme dieser Sorte kennt, die vergleichbar gut und im besten Fall britisch sind, dann HER DAMIT!

Replicas (2012)

„Replicas“ ist komischerweise nur unter „In Their Skin“ auf imdb.com zu finden. Auf diesen Home-Invasion Film habe ich mich sehr gefreut, erstens weil ich das Genre unheimlich gerne mag – „Funny Games“ und „Inside“ gehören zweifellos zu meinen Lieblingshorrorfilmen – und zweitens weil ich James D’Arcy unheimlich mag. Immer noch. Ich war ja früher sehr verliebt in ihn und habe ihm auch mal in London aufgelauert (während den Dreharbeiten zu „Secret Diary of a Call Girl“) – erfolglos. Als ich ihm dann in Brasilien einen Brief geschrieben hab, nur um ihm zu sagen, dass ich ihn toll finde, hat er mir auch kein Autogramm zurück geschickt, Nein. Er hat mir einen Brief zurück geschrieben, was ich noch nie erlebt habe und wohl auch nie wieder erleben werde. Es war ein sehr netter Brief und das war überaus freundlich von Mr. D’Arcy.

Jedenfalls habe ich mich sehr darauf gefreut, denn ich halte ihn nach wie vor für einen sehr guten Darsteller, der die gesamte Bandbreite durchaus hat und das hat er in „Replicas“ auch eindeutig bewiesen! Der Film an sich war ein ziemlich schwacher, ein bisschen zu freundlicher und wenig expliziter Genre-Vertreter. Aber alles in allem ganz nett und doch auch zwischendurch ordentlich verstörend, obwohl sich der eine oder andere James D’Arcy hätte seiner Hose entledigen dürfen in der spezifischen Szene. Selma Blair fand ich auch toll, sie ist halt mittlerweile alt und abgefuckt, das hat aber ganz gut zum Film gepasst. Es ist ein nettes Filmchen, das durchaus etwas böser hätte sein dürfen.

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