Generation 3

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RELOAD, heißt das neue Games-Format auf EinsPlus. Ich kannte den Sender bisher nicht, ich kenne ihn auch jetzt noch nicht richtig, aber ich kenne seit gestern die Sendung. Und die Leute, die dahinter stecken. Bei einem kleinen Umtrunk mit den Verantwortlichen hatte ich ein interessantes Gespräch. Und darum geht’s in diesem Beitrag wirklich, nicht um die Sendung an sich, HA! MUAHAHSHSH*

Jedenfalls hatte ich gestern ein interessantes Gespräch mit einem jungen Mann namens Tobias. Tobias ist gleich alt wie ich, spielt gerne Videospiele und hört gute Musik. Klingt nicht ungewöhnlich. Er ist aufgewachsen mit GIGA und hat jahrelang GameOne geguckt und arbeitet in einem Medienberuf. Voilà, noch drei Gemeinsamkeiten. Naja, abgesehen davon, dass er früher länger als 22 Uhr aufbleiben durfte und somit auch die guten Sendungen auf GIGA schauen konnte. Wir redeten eine Weile über Videospiele und Tobias meinte irgendwann, dass ich ganz schön viel Ahnung hätte – also für ein Mädchen.

Damit hatte er die Grundlage für eins meiner aktuellen Lieblings-Themen geschaffen, nämlich was der grundlegende Unterschied zwischen „Gamergirls“ und Mädchen ist, die tatsächlich spielen. Doch statt dessen schnitt ich ein anderes Thema an:

Ich habe ihm erzählt, wie ich vor vielen, vielen Jahren (etwa 2.5) mit den damaligen Redaktionsleitern von MTV GameOne im Vorstellungsgespräch saß. Da waren Pepper und Uke – der dabei ein Wolfskostüm trug, ich weiß auch bis heute nicht wieso – und meine seelische Unterstützerin, Fahrerin und Freundin aus Berlin, Jenny. Damals hatte ich auf die Frage hin, ob ich mit Videospielen auskenne mit „eher Nein“ geantwortet. Und dann erklärt, dass ich eben nicht zur ersten Generation Zockern gehöre, die mit dem Atari groß geworden sind und alle Klassiker auf den Originalkonsolen gespielt haben. Als ich 10 Jahre alt wurde kam gerade das Internet in unser Haus. Meine erste Konsole neben dem PC war die Xbox. Mein geliebter Nintendo GameBoy, der SEGA Game Gear und die SNES-Konsole waren damals schon „Retro“ und meine aller ersten aktuellen Videospiele waren vermutlich Pandemonium, Scorcher und Oddworld. Ich erklärte Pepper, dass ich niemals über das Fachwissen verfügen würde, was er und die anderen GameOne-Redakteure halt einfach haben. Und da hat Pepper was ganz, ganz Wichtiges gesagt. Nämlich dass ich nichts dafür kann.

Und diesem Punkt pflichtete Tobias gestern bei und sagte ebenfalls etwas sehr interessantes, was mich ins Grübeln gebracht hat: Man hat immer das Gefühl, man wurde in die falsche Generation hinein geboren.

Ja, das ist richtig. Es ist einfach eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass ich durch meine ein paar Jahre verspätete Geburt nie ein Queen Konzert MIT Freddie miterleben durfte. Aber ich schweife gerade ein bisschen ab. Ich sehe das nämlich so: Zurzeit existieren drei Generationen an Videospielern:

Die erste Generation ist mittlerweile Mitte / Ende 30, kennt Konsolen aus den Spielhallen, hatte sich die ersten Systeme zu Hause angeschafft, hat die Entstehungsgeschichte der Videospielkultur komplett mitgekriegt.

Die zweite Generation ist in den 20ern. Wir sind etwas zu spät geboren für die ersten Konsolen und waren zu jung für die Klassiker. Wir haben den Anfang der Historie nicht mitgekriegt, es wär jedoch einfach gewesen, diesen vor ein paar Jahren noch einzufordern und nachzuholen.

Die dritte Generation ist 10. Mein kleiner Bruder hat seit er 9 ist einen eigenen PC, spielt schon längst Farmville auf Facebook, Minecraft, hat alle Halo Teile durch und wird Metroid und Text-Adventures nur über Emulatoren kennen lernen.

Und um diese Generation mach ich mir Sorgen. Denn genau wie bei den Pokémon werden die nachfolgenden Generationen immer ein bisschen mehr Scheiße.

Und ich denke, genau aus diesem Grund ist es für uns wahre Gamer doch gut, ein neues Format zu haben wie RELOAD. Aber warum ich das so sehe und warum ich hier plötzlich so grundlegende Daseins-Fragen stelle (die ungeheuer wichtig sind, weit über das popkulturelle Verständnis hinaus ha-hmm…), das erfahrt ihr Morgen!

*Äh, darüber schreib ich dann Morgen.

4 Antworten zu “Generation 3

  1. Ich selbst bin in den 10ern… naja, nicht mehr lange. So’n Zwischending.
    Angefangen habe ich mit alten DOS-Spielen, wie The Lost Vikings oder Commander Keen, solche spiele halt. Meine erste Konsole war die PS1. Die noch älteren Klassiker muss ich zwar via Emulator nachholen, aber das stört ja nicht so. Hauptsache mal gespielt. Mir gefällt meine Generation.

  2. Du und mein Bruder sind aber leider eher Ausnahme-Erscheinungen. Zumindest von dem, was ich so mitkriege über Facebook, das GameOne-Forum und Konsorten ;)

  3. Bin ganz klar in den 20ern – jedoch vermiss ich die alten Games nicht – klar kann man so Spieleklassiker wie Mario Land, Zelda und Co nicht mit heutigen Spielen vergleichen.

    Ich bin mit einem SNES, PSone und einem GameBoy aufgewachen, ich kann mich noch erinnern, wie ich das erste Mal Tekken gespielt hab und verblüfft war und auch wie ich das erste Mal Mario Land durchgespielt hab und mich gefreut hab.

    Sowas hab ich heutzutage kaum mehr, was wahrscheinlich auch einfach an den Games liegt, die ich mittlerweile spiele – ein BF3 geht nicht auf die Story, klar auch hier hat mich die Story gefesselt, jedoch kann ich mich hier in paar Jahren sicher nicht mehr daran erinnern.

    Ich spiele heute noch gern einen Runde Tetris auf meinem alten NDS und versuche jedes Mal meinen eigenen Rekord hochzuschrauben,

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